Hurricane muss pausiert werden

Enttäuschung über Evakuierung

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Da war noch alles in Ordnung: Die ersten Konzerte lockten die Besucher vor die Bühnen.

Scheeßel - Während bester Festival-Stimmung wurde das Hurricane Infield evakuiert. Kurz nach 18 Uhr ging die Musik am Freitag auf dem Gelände aus und eine Durchsage wurde mehrmals wiederholt: Es gebe eine Unwetterwarnung - alle Besucher sollen Schutz in Autos suchen. Zelte seinen kein geeigneter Schutzort.

Also machten sich die Festival-Besucher auf zu den Ausgängen. Durch Regen trotteten sie in Richtung der Parkplätze. Doch nicht alle waren mit dieser Entscheidung der Veranstalter zufrieden. „Das sei Rock-am-Ring-Panik“, hieß es. Zwar reagierten auch diese Festival-Gänger recht gelassen, doch eben unzufrieden. Auch Timo aus Berlin glaubt, dass die Festival-Organisatoren seitdem sensibler handeln. „Ich finde das aber in Ordnung, man sollte lieber etwas vorsichtiger sein.“

Lorenz Mirow war einfach nur enttäuscht. Er wollte gerne die Band Genetik sehen. Das war ein Hauptgrund dafür, dass er sich von Lübeck auf nach Scheeßel gemacht hat. „Ich stand ganz vorne und habe mir extra auch schon die anderen Acts angesehen“, berichtet der 20-Jährige. Doch auch er musste seinen guten Platz verlassen.

Hurricane-Konzerte am Freitagnachmittag

Wie Tausende andere wartet er anschließend darauf, wie das Hurricane auf die Situation reagiert. Viele hoffen auf eine Entschädigung, oder zumindest darauf, dass die Konzerte nachgeholt werden. Schließlich habe man ja viel Geld für die Karten gezahlt, war die Meinung während des Marsches zu den Autos. „Ich bin jetzt zum dritten Mal beim Hurricane, dass Konzerte ausgefallen sind, habe ich noch nie erlebt“, sagt Nadja aus Chemnitz während sie darauf wartet, dass der Regen wieder aufhört.

Lorenz hofft darauf, dass er doch noch Genetik sieht. dafür würde er sich auch im Regen-Poncho vor die Bühne stellen und abwarten. Für die Evakuierung hat er Verständnis, „aber ich kann diese Entscheidung nicht unterstützen“, sagt er.

Bis auf ein paar Blitze und den Regen hat Scheeßel das Unwetter am späten Freitagnachmittag auch nicht so stark getroffen. Etwa ab 19 Uhr hörte es auf zu nieseln. Auf den Park- und Campingplätzen ging die Party deshalb auch schnell wieder weiter. Viele suchten zwar zunächst Schutz in ihren Autos. Als jedoch kein Gewitter einbrach, ging die Musik in den Camps wieder an und seitdem wird gemeinsam auf neue Informationen gewartet. 

jom/vik

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