Es fehlt der 60-plus-Nachwuchs

Seniorenbeirat der Gemeinde Scheeßel verzeichnet kaum Interesse an Mitarbeit

Mit Norbert Fitschen (l.) und Klaus Meyerhöfer (2.v.l.) gesellen sich zwei neue Gesichter in den Seniorenbeirat. Das freut den frisch gewählten Vorstand um Walter Jungfer (v.r.), Werner Harder, Hans-Dieter Piesch und Günter Indorf.
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Mit Norbert Fitschen (l.) und Klaus Meyerhöfer (2.v.l.) gesellen sich zwei neue Gesichter in den Seniorenbeirat. Das freut den frisch gewählten Vorstand um Walter Jungfer (v.r.), Werner Harder, Hans-Dieter Piesch und Günter Indorf.

Scheeßel – Das war schon eine überschaubare Gesellschaft, die da am Dienstagnachmittag zur Neuwahl des Seniorenbeirates der Gemeinde Scheeßel in den Ratssaal gekommen war. Dabei, erklärte Walter Jungfer, der Vorsitzende, hätte man sich vorstandsseitig doch so viel mehr Teilnehmer gewünscht, für die eine Mitarbeit für die nächsten fünf Jahre womöglich in Frage kommen könnte. In einem Gremium, dessen Ziel und gleichzeitig Aufgabe es ist, die Bürger älteren Semesters bei Bedarf zu unterstützen und sich um deren Anliegen zu kümmern.

Nun ist der 2003 gegründete Beirat mit zuletzt gerade mal zehn Mitgliedern ohnehin nicht der personalstärkste. Immerhin: Mit Norbert Fitschen und Klaus Meyerhöfer konnten in der Versammlung zwei neue Gesichter begrüßt werden. Am selbst gesteckten Ziel, nach Möglichkeit Nachwuchskräfte aus der Altersgruppe 60 plus aus allen Ortschaften für eine Mitarbeit zu gewinnen, um auf diese Weise die jeweiligen Anliegen kennenzulernen und dort aktiv zu werden, sei man aber um Längen vorbeigerudert, brachte Jungfer sein Bedauern zum Ausdruck. Dabei seien im Vorfeld doch sämtliche Vereine und Seniorengruppen zwecks Mitgliederwerbung über die Gemeindeverwaltung angeschrieben worden. „Wir hatten uns davon jedenfalls mehr versprochen“, gab der Jeersdorfer zu. „Nun scheint die Wahl genauso auszugehen, wie das letzte Mal: Die wenigen, die da sind, erklären sich zum Mitmachen bereit – und das war es dann.“

Was er ebenfalls zur Sprache brachte: Vielerorts sei die Information, die auch an die einzelnen Ortsbürgermeister gegangen sei, gar nicht erst bis zur Zielgruppe durchgedrungen. Zwar sei im Vorstand schon mal die Idee aufgekeimt, dass man alle Bewohner auch gleich direkt anschreiben könnte, ähnlich wie man es etwa in Sittensen praktiziert habe. „Nur haben die dort bei der Wahl ihren Seniorenbeirat auch nur mit Mühe und Not füllen können.“ Angesichts dessen habe man sich im Scheeßeler Vorstand gesagt, dass der Aufwand sich wahrscheinlich gar nicht erst lohne.

Dass es auf einen Versuch durchaus ankommen könnte, befand Scheeßels Neu-Bürgermeisterin Ulrike Jungemann (CDU): „Vielleicht sollten wir doch noch mal gemeindeseitig ein Rundschreiben an alle ab 60-Jährigen schicken, um so die Mitarbeit voranzutreiben“, schlug sie vor. Schließlich sei ein Einstieg sicherlich auch noch nach der Wahl zu jeder Zeit möglich. Das erntete durchaus Zuspruch.

Sprechstunde denkbar

Wie unterrepräsentiert die Ortschaften im Beirat sind, machte Werner Harder deutlich. Demnach stammten die aktuellen Mitglieder im Wesentlichen aus dem Kernort oder aus Westervesede und Jeersdorf, berichtete der stellvertretende Vorsitzende. Selbst die Neulinge, der Jeersdorfer Fitschen und der Scheeßeler Meyerhöfer, konnten dieses Dilemma nicht aufbrechen.

Womöglich könnte ja auch eine monatliche Sprechstunde den Kontakt zu den älteren Bürgern intensivieren. „Gedanken, dass wir so etwas anbieten, gibt es – es ist aber noch nicht zu Ende gedacht“, sagte Jungfer. Auch wolle man künftig, wenn es die Pandemielage zulässt, mehr in den Seniorenheimen vorstellig werden und so den Austausch suchen.

Was die abgehaltene Wahl zum neuen Vorstand betrifft, ergaben sich folgende Veränderungen: Bodo von Suckow schied auf eigenen Wunsch aus dem Amt des 1. stellvertretenden Vorsitzenden aus – sein Posten wurde nicht wiederbesetzt. Anstelle von Jürgen Huch rückte Hans-Dieter Piesch als Schriftführer nach. Kassenwart Günter Indorf verweilt so lange kommissarisch im Amt, bis sich ein anderer für den Posten findet. Dem Beirat als Vorsitzender erhalten bleibt Walter Junger wie auch Werner Harder, der weiterhin als dessen Stellvertreter fungiert.

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