Combi-Markt: Rat votiert mit großer Mehrheit für Standortvariante zwei

Ein zu erwartender Schlussakt

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Ein neuer Vollsortimenter kommt, ein Gebäude direkt an der Mühlenstraße geht: Das Haus mit der Pizzeria wird dem Erdboden gleich gemacht.

Scheessel - Von Lars Warnecke. Die Argumente: allesamt ausgetauscht. Die Bürger: längst gehört. Und so war der Beschluss für den Combi-Markt-Standort für Scheeßels Entscheidungsträger nur noch reine Formsache. Am Donnerstag machte der Gemeinderat Nägel mit Köpfen. Einen Vollsortimenter in der Gebäudekantenausführung wird es im Beeke-Ort nicht geben.

Und das zum Leidwesen der Bürgermeisterin. „Ich möchte nicht für das Loch Verantwortung übernehmen“, verteidigte Käthe Dittmer-Scheele ihren Standpunkt. Damit spielte sie auf die „große, leere Parkfläche“ an, die sich ihrer Ansicht nach mit der Variante zwei, also einem Gebäude in rückwärtiger Lage von der Kreuzung Bremer Straße/Ecke Mühlenstraße aus gesehen, ergeben würde und dem Erscheinungsbild keineswegs zuträglich sei. Sie werde trotz mehrheitlichem Bürgerwillen prinzipiell nicht ihren Arm für die „Hinten“-Variante am Vogteipark heben. Jedoch: „Sollte heute – wie zu erwarten – abgestimmt werden, werde ich dem dann greifenden Begrünungskonzept keinen Stein in den Weg legen.“

Eine „so große Lücke“ könne er sich nicht vorstellen, meinte Reinhard Frick. „Bisher sind wir doch immer dem Vorschlag der Städteplaner gefolgt, mit Gebäudekanten zu planen – man sehe sich doch nur einmal unser Beeke-Zentrum an“, so der CDU-Ratsherr. Vor dem Hintergrund, dass im Zuge des Combimarkt-Baus die an der Mühlenstraße beheimatete Pizzeria sowie deren Nebengebäude abgerissen würden, befürchte er nun das Schlimmste. Wie die Bürgermeisterin könne aber auch er dem für Variante 2 vorgesehenen Begrünungskonzept zustimmen. Wohl auch, weil der Vorschlag dazu aus seiner eigenen Fraktion stammt.

In der steht der Hetzweger mit seiner Meinung fast alleine auf weiter Flur. Einer der Fürsprecher aus den Reihen der CDU ist Hermann Hilken. „Mit einer Gebäudekante stehe ich mittlerweile auf Kriegsfuß, seitdem ich mir neulich einen in dieser Bauweise errichteten Combi in Beverstedt angesehen habe“, so der Abbendorfer. Dort befinde sich die Anlieferzone direkt an der Straße, „das sieht dort wirklich schrecklich aus“.

Uneingeschränkt allen Punkten zustimmen könne Ratsfrau Angelika Dorsch (SPD). „Für einen Markt hat der Parkplatz im Sichtbereich von der Hauptverkehrsstraße zu sein – und das ist bei Variante zwei der Fall.“

Der Schlussakt in Sachen Standortvariante, er endete ohne Überraschungen. Der Weg für einen Bebaungsplanentwurf als nächste Instanz ist damit frei.

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