Erste beim Heimatfestival bestätigte Band Turbulenzen besteht aus alten Bekannten

„Eine andere Herausforderung“

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Neuer Name, alte Gesichter: Der Opener des Heimatfestivals „Turbulenzen” setzt sich aus Mitgliedern von Pimp‘d Noiz und Mullersand-Sänger Martin Schumacher zusammen.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Eine gänzlich unbekannte Band als Opener – was ist denn bloß in die Organisatoren des Heimatfestivals gefahren? Wer allerdings die Gesichter hinter der Coverband Turbulenzen sieht, die die dritte Auflage der Musikveranstaltung für regionale Aufsteiger eröffnet, wird sich nicht mehr wundern – Marieke, Jens, Kai und Christoph haben die Bühne im Industriegebiet bereits bei der Erstauflage 2014 mit Pimp‘d Noiz gerockt, und auch Martin „Schubi“ Schumacher ist für Heimatfestivalisten als Teil des Duos Mullersand kein Unbekannter. Was von der neuen Formation zu erwarten ist, verrieten uns die Fünf vorab im Interview.

Sie sind ja allesamt in der lokalen Musikszene keine unbekannten Gesichter. Wie haben Sie zusammen gefunden?

Jens: Eigentlich waren wir alle gerade an einem Punkt, wo in den bisher bestehenden Formationen die Vorstellungen weit auseinandergingen und deshalb keiner mehr bandmäßig aktiv war. Aber dann waren wir alle auf einer großen Geburtstagsparty eingeladen und wurden gefragt, ob wir da nicht gemeinsam was zum Besten geben könnten.

Martin: Und dann hat es solchen Spaß gemacht, dass wir einfach beschlossen haben damit, weiterzumachen. Man macht viel zu wenig Musik! Und die ganze Probenarbeit für den Geburtstag hatten wir ja eh schon investiert. Es war alles etwas turbulent, aber erstaunlich gut!

Wie kam es zu dem Namen?

Christoph: Es musste ja jetzt irgendwie ein Name her! Die Gäste auf dem besagten Geburtstag waren begeistert, da haben wir die Gelegenheit genutzt und eine Box für Namensideen rumgehen lassen – und das kam dabei raus: „Turbulenzen“! Der Name hat uns so gefallen, weil er unser Zusammenfinden so treffend beschreibt und außerdem ausdrückt, was wir mit unserer Musik erreichen wollen: Einheizen, Spaß machen und Spaß haben!

Passten die musikalischen Vorstellungen, oder mussten Sie sich erst zusammenraufen?

Kai: Das hat sich von Anfang an erstaunlich gut überschnitten. Jeder hat einige Songs vorgeschlagen, und es kam schnell eine vielfältige Mischung dabei raus. Im Programm sind jetzt unter anderem Oasis, Florence + the Machine, Kings of Leon, Greenday und Kraftklub.

Martin, vom „Blödelduo“ zur fünfköpfigen Coverband – das liegt musikalisch ja nicht gerade um die Ecke, oder?

Martin: Naja, das Duo ist schon sehr cool und nicht zu vergleichen. Die anderen sind eher „Alternative Rock“, ich eher „Bumskapelle“ (lacht). Aber ich komme ja auch von Golfkarton und habe nie aufgehört, Musik zu machen. Es kamen immer wieder Anfragen für Partymucke, die ich bis jetzt immer ablehnen musste.

Profitieren Sie musikalisch vom unterschiedlichen Background der anderen?

Martin: Eine zweite Gitarre finde ich schon cool. Mit mehreren Musikern hat man halt einfach ein bisschen mehr Möglichkeiten.

Rieke: Wir ergänzen uns großartig! Das musikalische Knowhow von „Schubi“ alias Martin bringt uns ziemlich weit nach vorne. Gerade am Klavier konnte ich noch einiges von ihm lernen. Und wir haben instrumentell natürlich viel mehr Möglichkeiten.

Auf der Bühne des Heimatfestivals sind Sie ja keine Unbekannten. Fluch oder Segen, vor so vielen Bekannten zu spielen?

Rieke: Auf jeden Fall ist es eine andere Herausforderung. Ein fremdes Publikum muss man immer erst für sich gewinnen. Wenn du lauter bekannte Gesichter vor der Bühne siehst, ist es vertrauter... Aber die sind oft auch kritischer... So oder so – aufregend!

Was erwartet die Besucher?

Rieke: Wir starten ja quasi außer Konkurrenz, weil wir im Unterschied zu den anderen Bands keine eigenen Songs spielen. Das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer, da halten wir nicht ganz mit (lacht). Wir wollen nicht groß rauskommen oder so, sondern einfach den Abend einläuten und die Leute für die nächsten Bands in Stimmung bringen.

Was macht für Sie den Reiz des Heimatfestivals aus?

Rieke: Es ist lokal, sehr familiär, und einfach eine supernette Atmosphäre.

Martin: Gute Technik, gute Bühne, gute Leute, die das organisieren – die wissen, was sie tun!

Wie geht es weiter?

Kai: Wir haben schon einige Anfragen für Firmenjubiläen und Geburtstagsfeiern. Grundsätzlich gilt: Wir spielen, weil wir Spaß dran haben. Die Songs sind meist schon sehr nah am Original, aber ab und zu bringen wir auch unsere eigene Note mit rein.

Jens: Wir sind aber keine Hochzeitskapelle, die alles macht, was gewünscht wird. Wir wollen spielen, was uns – und dann hoffentlich auch dem Publikum – Spaß macht!

Das Heimatfestival findet am Sonnabend, 21. Mai, im Scheeßeler Industriegebiet statt. Weitere Infos sind im Internet unter www.heimat-festival.de abrufbar.

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