Heimatverein Wittkopsbostel öffnet historisches Schaufenster

Ernten wie bei Großmutter

Der selbstfahrende Mähdrescher John Deere, Baujahr 1963, war einer der Hingucker beim Aktionstag. - Fotos: Rutzen

Wittkopsbostel - Von Hannelore Rutzen. Wenn es um die Getreideernte geht, waren die Menschen in den vergangenen Jahrzehnten äußerst erfinderisch. Erst gab es Sensen, heute kommen auf den Feldern hochmoderne Mähdrescher mit einer Schnittbreite von bis zu acht Metern zum Einsatz. Ein historisches Schaufenster auf die Ernte hat der Heimatverein Wittkopsbostel eröffnet. Der Aktionstag begeisterte hunderte Besucher.

Mittags ging es los: Auf einem Getreidefeld neben dem Boscheler Dorfgemeinschaftshaus ließen die Brauchtumspfleger die Geschichte der früheren Landwirtschaft wieder lebendig werden. Dabei verdeutlichten sie den Gästen, die das Mähen anno dazumal verfolgten, dass die Erntezeit früher harte Knochenarbeit war. Wie zu den Zeiten der Urahnen wurde deutlich, dass das Einbringen des Getreides sich arbeits- und personalintensiv und vor allem körperlich sehr anstrengend gestaltete.

Vereinsmitglied Erwin Henning mähte Getreide erst einmal mit der Sense, anschließend wurden die Halme wie „anno Tobak“ zu Garben gebunden. Schlag um Schlag wurden mühsam mit Dreschflegeln mehrere Garben Getreide ausgedroschen. Inzwischen setzten andere den alten Bergmann-Dreschkasten mit Treibriemenantrieb von einem Trecker aus in Gang und droschen das restliche Fuder Getreide aus. Mit der per Hand anzukurbelnden „Stövmöhl“ (Windfege) wurde es gereinigt. Dann kam der selbstfahrende Mähdrescher John Deere, Baujahr 1963, zum Einsatz und später der „Fahr“. Er fraß sich mit Mähwerk und Haspel langsam in das Getreide. Das Stroh wurde ausgeworfen und das Korn auf der Maschine abgesackt. „Vom Prinzip läuft heute die Ernte heutzutage genauso ab, aber eben mit hochmoderner Technik, viel geringerem Aufwand und in viel weniger Zeit“, erklärte Eckhard Frick, der Vorsitzende des Heimatvereins.

Auch alte Landmaschinen wurden auf dem Freigelände hinter dem DGH der Öffentlichkeit vorgestellt, darunter 50 Trecker, der älteste aus dem Jahr 1923. Darüber hinaus stellten Kunsthandwerker ihre Produkte aus, während im Schafstall wie früher gesponnen wurde.

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