Entnahme wird zum Jahreswechsel eingestellt / Renaturierung kommt

Aus für die Osterveseder Sandgrube

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Zu unrentabel: Die Gemeinde wird die Osterveseder Sandgrube nicht länger betreiben.

Ostervesede - Die Entscheidung ist gefallen: Die Sandgrube in Ostervesede soll mit Beginn des neuen Jahres nicht mehr weiterbetrieben werden. „Wenn Ihr noch Sand braucht, dann holt euch noch welchen“, wandte sich Ortsbürgermeisterin Wiebke Peters am Montagabend während der Ortsratssitzung an die Einwohner. Dass die Gemeinde davon Abstand nehmen werde, eine erneute Bodenabbaugenehmigung beim Landkreis zu beantragen, darauf hatte sich bereits der Scheeßeler Verwaltungsausschuss verständigt, gab Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele Auskunft. Vorausgegangen sei der Entscheidung eine Ortsbesichtigung, an der sowohl Vertreter des Ortsrates als auch des Bauausschusses der Gemeinde teilgenommen hatten. „Dort hat sich die Entwicklung so dargestellt, dass eine Ergänzungsbeschlussvorlage von der Verwaltung formuliert wurde, in der es heißt, dass ein Weiterbetrieb der Sandgrube nicht mehr rentabel sei“, erläuterte Peters.

Wie es mit der alsbald stillgelegten Grube weitergehen soll, zeigte die Rathaus-Chefin auf: Wir haben bestimmte Auflagen bekommen, die abgebauten Teilbereiche der natürlichen Entwicklung zu überlassen.“ Fachleute würden noch damit beauftragt, entsprechende Renaturierungsmaßnahmen in ein Konzept zu gießen, welches auch dem Ortsrat noch vorgestellt werden solle. „Ferner müssen wir als Gemeinde mit sogenannten modellierenden Arbeiten dafür Sorge tragen, dass vor Ort nichts zusammenbrechen kann“, erklärte Dittmer-Scheele. Wie mit der restlichen Sandmenge umgegangen werden soll, darüber müsse man sich noch konkreter Gedanken machen, ergänzte Peters. „Angedacht ist, sie rauszuholen und zu lagern, wobei noch gar nicht feststeht, wo das geschehen kann.“

Die Ortsbürgermeisterin machte keinen Hehl daraus, dass der Ortsrat die Grube gerne weiterbetrieben gesehen hätte. Dessen Mitglied, Friedhelm Lohmann, äußerte während der Sitzung die Befürchtung, dass eine Renaturierung womöglich Konsequenzen auf die örtliche Bauentwicklung haben könnte. „Wenn die Grube geschlossen ist, kann ja ein Biotop entstehen. Dass in diesem Zusammenhang dann keine Bebauung behindert wird, darauf müssen wir achten.“

lw

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