Vernissage verbindet Bronze und Farbe

Elke Bührmann und Toby Wichmann zeigen ihre Werke im Kunstgewerbehaus

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Die Werke der experimentierfreudigen Bremer Künstlerin Elke Bührmann lassen Raum für eigene Interpretationen.

Scheeßel - „Was beiden Künstlerinnen gemein ist – sie freuen sich immer noch über ihren Erfolg und betrachten ihn nicht als selbstverständlich.“

Mit dieser Einschätzung beschrieb Laudatorin Maren Knüppel ihre Freundinnen Toby Wichmann und Elke Bührmann anlässlich der Vernissage zur Ausstellung „Bronze trifft Farbe“ auf der Meyerhofdiele in Scheeßel. Und so unkompliziert und beinahe bescheiden, zugleich aber den Besuchern voller Empathie und engagiert zugewandt, präsentierten die beiden bei der anschließenden Besichtigung im Kunstgewerbehaus ihre Bilder und Plastiken.

Großformatige, farbintensive Bilder

Erfolgreiche, gut aufgelegte Künstlerinnen und dazu eine gut besuchte Eröffnung – das müssten eigentlich alles positive Vorzeichen für einen erfolgreichen Ausstellungsverlauf sein, deren Ausrichtung zum ersten Mal in den Händen von Birgit Ricke liegt, die vor Kurzem die Leitung des Kunstgewerbehauses als Abteilung des Heimatvereins übernommen hat. Die langjährige Leiterin der Artothek in Neustadt am Rübenberge ist in ihren Heimatort Scheeßel zurückgekehrt und hat die Nachfolge von Christine Behrens angetreten. Sowohl Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele als auch die Scheeßeler Landtagsabgeordnete Elke Twesten wünschten in ihren Grußworten Ricke für ihre neue Aufgabe alles Gute.

Beim Betreten der Werkschau fällt der Blick sofort auf die großformatigen, farbintensiven Bilder von Elke Bührmann. Als „Mix-Media“ bezeichnet die freischaffende Künstlerin aus Bremen ihre Collagentechnik, bei der sie verschiedenste Materialien wie Marmormehl, Sumpfkalk, Bitumen oder Rost, aber auch alltägliche Dinge wie Zeitungsausschnitte, Verpackungsmaterial oder auch Apfelsinennetze einsetzt. „Meine innersten Visionen, Stimmungen und Emotionen sollen sichtbar und fühlbar gemacht werden“, sagt sie. „Der Betrachter soll auf eine Reise gehen, Strukturen erkunden und diese auch hinterfragen.“

Ausstellung ist bis zum 23. April zu sehen

Hat man die bronzenen Gesellen der Achimer Künstlerin Toby Wichmann einmal entdeckt, lassen sie den Betrachter nicht mehr los – so dachten nicht nur viele Besucher, die es nicht lassen konnten, diversen Rundungen immer wieder nachzuspüren und diese anzufassen – auch ein Sottrumer Ehepaar war extra gekommen, um sich an den „echten Wichmännern“ zu erfreuen. Ob die „Sternengucker“, die Fans auf Reisen in alle Welt mitnehmen (zu erwerbende Fotobildbände liegen aus) oder die dicke Elfi im Boot – die liebenswerten Damen mit runden Popos, Könige mit knubbeligen Nasen und wilde Mini-Mädchen berühren den Betrachter.

Passend zum Frühlingswetter präsentierten Freddy Schmidt und seine Schulmusikanten gefühlvolle Stücke wie Mozarts „Kleine Nachtmusik“ oder „O Sole mio“, wobei die Solopartien der zehnjährigen Dunja und Annabell das Publikum besonders bewegten.

Die Ausstellung im Kunstgewerbehaus ist bis zum 23. April samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

uj

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