Historische Relikte lassen Geschichte des TV Scheeßel im Sparkassenfoyer lebendig werden

„Eintauchen in den Staub der Zeit“

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Der TV Scheeßel und die Sparkasse zeigen 125 Jahre Verbundenheit: Rainer Bassen (v.l.) mit Festschrift, Jörg Schories, Achim Rathjen, Ute Luers und Jürgen Lange.

Scheeßel - Das Foyer der Sparkasse zeigt Flagge: Zwei historische Vereinsflaggen ragen in den großen Raum, den Jürgen Lange und seine Mitarbeiter immer wieder gern für Ausstellungen zur Verfügung stellen. So wie jetzt.

„Mit dem TV Scheeßel verbindet uns eine lange Partnerschaft“, so der Vorstand anlässlich der offiziellen Eröffnung der Jubiläumsausstellung Dienstagvormittag, „seit der Vereinsgründung ist unser Kreditinstitut an seiner Seite!“ Die beiden Institutionen zeigen einige Parallelen auf, wie TV-Vorsitzender Jörg Schories betonte: Der Verein habe, wie auch die rund 15 Jahre ältere Sparkasse, zwei Weltkriege überdauert, eine Währungsreform und vier Staatsformen –„fast ein Wunder, dass es uns noch gibt!“ So sollen und könnten die Exponate gar nicht alle geschichtlichen Aspekte widerspiegeln, sondern vielmehr den Wandel der Zeit und mit ihr des Vereins aufzeigen.

Die erste Satzung liegt noch handschriftlich vor

So stand Achim Rathjen, dessen „Eintauchen in den Staub der Zeitdokumente“ die Bestückung der fünf Schautafeln und der Vitrine zu verdanken ist, auch vor der großen Aufgabe, die „glorreichen 125 Jahre“ zu gliedern. „Erstaunlich, dass noch so viele tolle alte Fotos vorhanden sind“, hat der Marketingfachmann, dessen Lehre als Dekorateur deutlich sichtbar wird, festgestellt. Fast eine Woche lang sichtete er alte Bücher im Clubhaus, blätterte Fotoalben gestandener Vereinsmitglieder durch und freute sich über den ein oder anderen Schatz, der jetzt die Vitrine füllt: Wimpel von 1967, einen „amtlichen Turnerpass“ aus dem vorigen Jahrhundert oder die erste Satzung, noch handschriftlich. Und auch eine gerahmte Belobigung durch das Kriegsministerium macht Geschichte greifbar, ebenso wie Pokale, Urkunden und Medaillen.

Rathjens Lieblings-Schautafel ist die Auflistung der Sportstätten, für die er eigens mit der Kamera loszog: „Schon beeindruckend, was für tolle Sportstätten Scheeßel hat.“ Dass es früher sogar ein Natur-Schwimmbad in der Wümme gab, habe er erst durch die Fotos erfahren. Einen großen Teil fand er bei den „Kollegen“ des Ausschusses „Festzeitschrift“, deren erste Exemplare Rainer Bassen und Jürgen Lange als Vertreter „eines der größten Gönner und Förderer unseres Vereins“ bereits vorab in Empfang nehmen durften und die auszugsweise in der Ausstellung zu sehen ist. Diese ist ab sofort unter anderem in der Sparkasse zu erwerben. Parallel zur Ausstellung in der Sparkasse sind auch viele Schaufenster im Kernort geschmückt. Sie wurden von den einzelnen Abteilungen dekoriert.

hey

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