Große Feuerwehrübung im Dorfgemeinschaftshaus Ostervesede

Einsatz mit Atemschutz

Simulierter Einsatz: Atemschutzgeräteträger bei der Lagebesprechung. - Foto: Feuerwehr

Ostervesede - Während Wartungsarbeiten an der Heizungsanlage des Dorfgemeinschaftshauses in Ostervesede kommt es urplötzlich zu einer starken Verpuffung. In Windeseile ist das ganze Gebäude von Qualm erfüllt. Eben noch fand im großen Saal eine Geburtstagsparty statt – die meisten können sich in Sicherheit bringen, einige werden noch vermisst.

Ein Szenario, das man sich als freiwilliges Mitglied einer Feuerwehr nicht wünscht. Doch genau dieses Einsatzbild haben sich Scheeßels Gemeindeatemschutzwart Willi Barthels gemeinsam mit Florian Tietz, dem stellvertretenden Atemschutzwart der Feuerwehr Scheeßel, für sämtliche Atemschutzgeräteträger in der Gemeindefeuerwehr ausgedacht. So wurde für die Atemschutzgeräteträger Vollalarm ausgelöst.

Zusätzlich wurde der Gerätewagen „Atemschutz“ aus Zeven angefordert, da dieser an Ort und Stelle die Flaschen wieder befüllen kann. Und auch die Schnelle Einsatz Gruppe (SEG) des Landkreises nahm an der Übung teil – nicht nur, um die Patienten zu übernehmen, sondern auch zur Sicherung der eigenen Kräfte.

„Schließlich ist es immer eine besondere Belastung für den Organismus, unter Atemschutz zu arbeiten“, weiß Feuerwehrsprecher Thomas Opitz.

Binnen kurzer Zeit war alles aufgebaut. Mehrere Zwei-Mann-Trupps suchten im Gebäude die vermissten Personen, die zum Teil im Rollstuhl saßen oder aber auch mit dem Rollator unterwegs waren – mit Erfolg. Sobald sie von den Kameraden ins Freie gebracht worden waren, kümmerten sich die Kollegen des SEG ärztlich um sie.

Schwieriger gestaltete sich dagegen das Auffinden der beiden Monteure, die in dem stark verqualmten Keller selber versucht hatten, ins Freie zu kommen – sich dabei in den Räumen jedoch verirrt hatten. Nachdem sie gefunden wurden, brachten die Einsatzkräfte sie mittels eines speziellen Rettungstuchs die schmale Kellertreppe nach oben ins Freie.

Während der Rettungsarbeiten wurde der Drucklüfter in Stellung gebracht, um so das Gebäude vom Rauch zu befreien. „Die eigentliche Brandbekämpfung stand bei dieser Übung eher im Hintergrund, da das Zusammenarbeiten der Atemschutzgeräteträger im Vordergrund gestanden hat und ausgiebig geübt werden sollte“, berichtet Opitz.

Mit dem Ablauf der einstündigen Übung zeigten sich die Übungsbeobachter am Ende sehr zufrieden. Die Gerätschaften konnten wieder in den Fahrzeugen verstaut werden – wo sie hoffentlich auch erst einmal bleiben. 

lw

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