Eichenschulchor wird vom NDR bei „Singing 2016“ mit der Kamera begleitet

Mit einem Schweden im Michel

Die Scheeßeler gehören zu den Chören, die von Anfang an keine Auflage von „Singing!” verpasst haben.

Scheessel/Hamburg - Von Ulla Heyne. Ein Konzert im Hamburger Michel, gemeinsam mit mehr als 400 anderen Sängern – vom Laien-Seniorenchor bis zu den Profis vom NDR. Dazu zwei Stunden Programm mit Liedern aus aller Welt und ein schwedischer Dirigent – was 25 Eichenschüler erleben durften, lässt sich mit vielen Superlativen beschreiben. Oder mit einem Schlagwort: „Singing 2016“.

Bereits zum fünften Mal, seit die Reihe 2012 vom NDR ins Leben gerufen wurde, nehmen junge Sänger des großen Chors der Eichenschule an der Mammutveranstaltung unter wechselndem Dirigat teil. In den Vorjahren waren das Eric Whitacre und Jack Thomson im Wechsel mit eigenen Dirigenten des Senders, in diesem Jahr war der Schwede Robert Sund gebeten worden, das rund zweistündige Programm zu leiten, das live im Fernsehen und als Video-Stream im Internet übertragen wurde. Der freundliche, ältere Herr sollte sich zum Liebling der Scheeßeler entwickeln: „Er hat toll gearbeitet, uns gut angeleitet – immerhin waren ja Leute mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen zu koordinieren – und er hatte viel Humor!“, schwärmt die Elftklässlerin Laura Heuer, in diesem Jahr zum dritten Mal dabei.

Wie ihre 24 Mitstreiter, darunter auch eine Achtklässlerin und eine Abiturientin eine Woche vor dem Abi, hatte sie einen Teil der Osterferien für die offiziellen Proben im Max-Liebermann-Studio in Hamburg und den Auftritt in der Michaelis-Kirche selbst investiert. „Aber auch Ehemalige sind immer mal wieder dabei“, erklärt Chorleiter Martin Crome. Für ihn wie auch die meisten Teilnehmer macht der Zusammenhalt unter den Sängern, aber auch die Arbeit mit ganz unterschiedlichen Menschen neben der ehrwürdigen Kulisse des Michel, dem dortigen Klangerlebnis und der Zusammenarbeit mit Sängern mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen den Reiz der Veranstaltung aus. Und: „Hier erfahren die Schüler, nicht nur beim Konzert selbst, sondern zum Beispiel auch beim Einsingen, dass ihre Ausbildung hier gar nicht so schlecht ist!“

Dies bestätigt auch Heuer: „Das waren dieses Mal eher einfache Stücke, die total Spaß gemacht haben – man musste sich bei den vielen Leuten nicht mal um seine Stimme sorgen.“ So sei auch ein dreistimmiger Kanon von Mozart dank der Unterstützung des NDR-Chors und des professionellen Dirigats von Sund „völlig easy“ gewesen. „Wenn der Text der Lieder aus Israel, Samoa oder auf Hebräisch für einige zu schwierig war, „haben wir auch mal auf ‚lalala‘ geübt!“.

Bericht und Konzert in der Mediathek

Crome begrüßt auch die Heranführung der Schüler an sonst eher seltenere Chor-Literatur: „Der Paulus von Mendelsohn letztes Jahr – das war schon anspruchsvoll“, gibt er zu.

Die regelmäßige Teilnahme der Eichenschüler – zu Cromes Bedauern auch im sechsten Jahr der einzige Schulchor unter den mehr als 400 Sängern – fiel auch einem Kamera-Team des NDR auf. So kam es, dass die Schüler zusätzlich ebenfalls Erfahrungen bei Interviews vor der Kamera sammeln konnten. „Das war natürlich auch unheimlich spannend“, so Crome über den Dreh für das Hamburg Journal des NDR.

Der Bericht ist unter www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hamburg-Journal,sendung495000.html zu sehen (Minute 13.30), der Konzertmitschnitt unter https://www.ndr.de/orchester_chor/chor/Das-Mitsingkonzert-mit-dem-NDR-Chor-im-Michel,singing258.html.

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