Ziemlich knappe Kiste

Bürger empören sich über geparkten Anhänger an der Mühlenstraße

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Knapp verfehlt: Dass es im Zusammenhang mit dem an der Mühle abgestellten Anhänger noch keinen Unfall gegeben hat, ist für viele Bürger ein Wunder.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Von Schlaglöchern und Huckelpisten ist ja immer mal wieder in Scheeßel die Rede. Das ist aber nichts im Vergleich zur gegenwärtigen Situation an der Mühlenstraße, finden aufgebrachte Bürger. Seit Monaten schon ist dort in Höhe der Wassermühle ein Anhänger geparkt – und zwar so, dass es für manchen Autofahrer schon beinahe zu einem Zusammenstoß gekommen wäre.

Es sind nur wenige Zentimeter Überstand. Und doch sind sie im Beeke-Ort gerade das Gesprächsthema Nummer eins. Auch im Rathaus weiß man längst von dem vermeintlichen Hänger-Hindernis. Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele spricht von massiven Beschwerden, die nicht erst seit gestern bei der Verwaltung auflaufen würden. 

Sogar einen Ortstermin habe es schon gegeben, an dem neben Vertretern der Straßenbehörde des Landkreises, des Bau- und Planungsamts der Gemeinde und der Polizei auch der Verursacher, Mühlenwart Jan Müller-Scheeßel, teilnahmen. 

Doch das Ziel, die Situation im ohnehin schon recht engen und schlecht einsehbaren Kurvenbereich zu entschärfen, hat man bisher nicht erreicht. „Herr Müller-Scheeßel ist einfach nicht bereit, den Anhänger an anderer Stelle zu parken“, gibt die Bürgermeisterin Auskunft. Für sie sei das „mehr als unglücklich“.

Was die Angelegenheit erschweren würde: Das Gerät steht zwar unmittelbar am Fahrbahnrand, aber mit den Rädern hinter einer durchgezogenen Linie – auf dem Privatgrundstück des Mühlenbesitzers. Der, so munkelt man, wolle damit jene Verkehrsteilnehmer zum Abbremsen zwingen, die sich nicht an die vor seiner Haustür vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern halten.

Verkehrsströme sind gemessen worden

Dazu äußern will sich der Mühlenwart gegenüber unserer Zeitung nicht – nur so viel lässt Müller-Scheeßel wissen: „Irgendwo muss ich mit meinen ganzen Geräten ja bleiben.“

Der Ärger ist groß. An einer Lösung, sagt Dittmer-Scheele, werde jedoch weiterhin intensiv gearbeitet. „Welche rechtlichen Schritte möglicherweise möglich und notwendig sind, das wird zur Zeit noch geprüft.“ Sie könne die breite Empörung durchaus verstehen. „Aus meiner Sicht haben die Bürger allen Grund, sich zu beschweren.“

Was beim letzten Ortstermin beschlossen worden sei: eine Messung der Verkehrsströme. Das, so die Bürgermeisterin, sei auch schon geschehen.

Mit den Ergebnissen im Rücken wollen die Beteiligten bei einem weiteren Termin Anfang Dezember beratschlagen, was in der Angelegenheit Mühlen-Hänger getan werden kann.

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