Finanzausschuss votiert einstimmig

Haushaltsentwurf von Scheeßel: Eine komfortable Situation

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Der Haushalt 2018 steht – Mitte Dezember wird das 430 Seiten starke Zahlenwerk vom Gemeinderat verabschiedet.

Scheeßel - Für Doreen Rönckendorf, Kämmerin im Scheeßeler Rathaus, wird es ein gutes Gefühl gewesen sein: Der Haushalt ist am Mittwochabend im Finanzausschuss einstimmig empfohlen worden.

Zur Feier des Tages hatte Rönckendorf zu dem Zahlenwerk für 2018 sogar noch eine positive Nachrichten zu verkünden. Danach würden die Schlüsselzuweisungen im kommenden Jahr höher ausfallen, als die Verwaltung zunächst erwartet hatte. Somit dürfte die Gemeinde höhere Erträge erzielen als bisher angenommen, „auch weil wir noch eine Nachzahlung für 2017 erhalten werden“, gab die Kämmerin zu Protokoll.

Vorgestellt wurde den Mitgliedern die aktuelle Änderungsliste zum Entwurf des Haushaltsplans. Deren Posten, so Rönckendorf, würden dazu führen, dass der ordentliche Haushalt, in dem die regelmäßigen Einnahmen und die aus ihm zu bestreitenden planbaren Ausgaben zusammengestellt sind, mit einer Unterdeckung von rund 702.000 Euro abschließt. „Wie schon im ersten Entwurf kann der Haushalt aber ausgeglichen werden, da der Betrag sich aus der Überschussrücklage decken lässt.“ Die Ergebnisse der Folgejahre seien leicht verbessert.

Höherer Kreditbedarf

Durch die Änderungen addiert müsse die Gemeinde nun einen höheren Kreditbedarf aufwenden von jetzt rund 1,4 Millionen Euro, in den Folgejahren dafür aber jährlich rund 700.000 Euro weniger, da höhere Erträge erwartet würden.

Mit Blick auf nicht gerade unerhebliche Summen, die für den Neubau des Kindergartens, die Rathaussanierung und den Bau des Feuerwehrhauses Wohlsdorf / Bartelsdorf anfallen würden, gab Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) zu verstehen, dass man sich hier noch im Bereich der Kostenschätzung befinde. „Die Beträge können sich durchaus noch ändern.“

Alle Mitglieder dankten der Verwaltung für deren geleistete Arbeit. „Uns ist ein sehr ausgewogener Haushalt vorgelegt worden“, meldete sich Ratsherr Dirk Lange (CDU) zu Wort. „Wir brauchen keine Streichung vornehmen und haben das auch nicht getan.“ Die Diskussionen in den Ausschüssen seien allesamt konstruktiv abgelaufen. 

„Im positivsten Sinne hatten wir die langweiligsten Haushaltsberatungen, die es jemals gab“, so Ausschussvorsitzende Angelika Dorsch (SPD). Ihren Worten nach sei es „deutlich angenehmer, wenn Geld vorhanden ist, da es schlicht einfacher ist, so einen Haushalt zu gestalten.“ Auch Horst Knobel (Grüne) äußerte sich zum Etat: „Nicht alle Gemeinden sind in so einer komfortablen Situation wie wir – dass es so bleibt, daran müssen wir weiter arbeiten.“

lw

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