Dörpshus aufgebaut

Eine Begegnungsstätte für Jung und Alt

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Viele Bürger waren gekommen, um die „Geburtsstunde“ des neuen Dörpshus mitzuerleben.

Abbendorf - Vom Schafstall zur Begegnungsstätte: Vor sechs Jahren fasste man in dem damals noch jungen Dörpsverein „De Abbendörper“ den Entschluss, eine alte Scheune in Westeresch ab- und im Ortskern wieder aufzubauen.

Rechtzeitig zum zehnjährigen Bestehen des derzeit mehr als 100 Mitglieder zählenden Vereins wurde das Dörpshus, wie die Begegnungsstätte nach einer Umfrage heißen soll, am Sonntag eingeweiht.

Bis Ortsratsvertreter Reinhard Frick und Hermann Hilken am Sonntag das rote Band vor der Tür des Dörpshus in der Straße „Im Bruch“ durchtrennen konnten, war viel passiert. Die einzelnen Stationen ließ Hans-Dieter Glock, der die Umsetzung des Schmuckstücks ehrenamtlich als Planer betreut hatte, Revue passieren – vom Bauantrag 2011 über das Aufstellen des Fachwerks 2014, das Richtfest vor zwei Jahren bis hin zum neuen Fußboden und Isolierung in diesem Jahr.

Vom Westerescher Schafstall hätten nach dem Abtragen nur der Jahresbalken und einige Steine verwendet werden können; Ersatz bot Christoph Schroll an: „Seine Durchgangsscheune passte vom Design her perfekt“, so Architekt Glock. Auch „neue alte“ Dachziegel seien gespendet worden, sodass die extern eingekauften Materialien und Leistungen bei einem Gesamtvolumen von 50.000 Euro auf knapp ein Drittel beschränkt werden konnten. 

Löwenanteil in Eigenleistung

Der Löwenanteil: 2 046 Stunden Eigenleistung und eine schwarze Null. „Wir haben mit 50.000 kalkuliert und sind, dank Zuwendungen der Gemeinde, des Ortsrats und der Sparkassenstiftung, aber auch Spendengeldern aus dem Verein, jetzt schuldenfrei – davon kann sich mancher Bauherr in Deutschland eine Scheibe abschneiden“, so Glock süffisant.

Der Vorsitzende der „De Abbendörper“, Ronald Willenbrock, freut sich, dass mit dem 60 Quadratmeter großen Bau eine Begegnungsstätte für Jung und Alt geschaffen worden sei, „die die gesamte Dorfgemeinschaft fördert“. Günter Bassen als Stellvertreter der Gemeinde nannte das Projekt „een grooten Schritt“ und appellierte an die Jugend: „Hört zu, wenn die Alten Euch etwas erzählen – das ist auch Eure Geschichte.“

„Verein hat viel Fantasie bewiesen“

Sparkassenvertreter Rainer Bassen ergänzte: „Ihr habt nicht nur ein altes Haus gerettet, sondern es auch geschafft, dass Jung und Alt zusammen gearbeitet haben!“ Reinhard Frick vom Ortsrat schloss sich dem Lob an: „Bei der Umgestaltung des überwachsenen Geländes hat der Verein viel Fantasie bewiesen.“

Im Zuge des Jubiläums erinnerte Vorsitzender Willenbrock unter Anwesenheit vieler Einwohner, Vertreter der örtlichen Vereine und der Feuerwehren von Hetzwege und Abbendorf auch an die Verdienste der „Abbendörper“, darunter die Bepflanzung von Blumenkübeln und die Gestaltung von Ortseingangsschildern. Ein Ständchen brachte der örtliche Spielmannszug, der die am Vortag im Rahmen eines Trommelworkshops erlernten rhythmischen Finessen zu Gehör brachte.

Das Haus soll laut Willenbrock nicht nur für die vereinsinternen Versammlungen genutzt werden, sondern beispielsweise auch für das Sommerfest der Dorfjugend, aber auch den älteren Generationen offen stehen, zum Beispiel für ein mögliches Seniorencafé. Seine Feuertaufe als Begegnungsstätte bestand das im Anschluss gebührend begossene Dörpshus jedenfalls mit Bravour.

hey

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