„Ein richtiger Pilot“

Gemeinde feiert Richtfest für das neue Domizil der Ortswehren Bartelsdorf und Wohlsdorf

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Die Zimmerleute hatten sich hoch oben auf dem Gerüst postiert. So konnten die Gäste den Richtspruch für den Neubau des Feuerwehhauses problemlos verfolgen.

Bartelsdorf/Wohlsdorf - Von Lars Warnecke. Stolz kündet die Krone aus Eichenlaub vom Richtfest des Neubaus. Geschmückt mit rot-blauem Band, weist diese Tradition auf den Baufortschritt an der Kreisstraße 211 hin. Das neue Feuerwehrhaus, welches die Ortswehren Bartelsdorf und Wohlsdorf beziehen werden, macht Fortschritte. Bei den Feierlichkeiten am Mittwoch hieß es, geplante Fertigstellung sei im April kommenden Jahres.

Mit dem Richtfest feierte die Gemeinde Scheeßel die Fertigstellung der Dachkonstruktion, mit der die Zimmerleute ihr Gewerk dem Bauherrn übergeben. Zahlreiche Gäste aus Verwaltung, Politik, Planungswesen und der Feuerwehr ließen sich diesen Moment nicht entgehen. Sie freuten sich mit den Brandschützern aus beiden Ortschaften, die mit Zuversicht der Vollendung des Gebäudes entgegensehen.

Im Richtspruch betonte der Zimmermeister in luftiger Höhe die Mühe der Handwerker, eine gute Arbeit abzuliefern: „Nun steht der Bau in seiner vollen Pracht, das meiste hat der Maurer und Zimmermann gemacht. Die Länge, Breite, Höhe passt wie bestellt, nun frage ich den Bauherrn vor aller Welt, wie ihm sein neues Haus gefällt“, endete ein Vers und ging unter in lautem Applaus. 

Und schon zerschellte die traditionelle Flasche Korn als Glücksbringer am Dach, während unten die Gäste in sicherer Entfernung standen. „So Bauherr, nun ist meine Rede aus, nun führ uns hin zu Trunk und Schmaus, und sollte uns nichts beschieden sein, so falle dieser Bau bumms wieder ein“, mahnte er gegen Ende der Zeremonie, „aber erstmal wollen wir unten sein.“

Als Bauherrin ergriff Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) das Wort. „Der Bau stürzt nicht ein“, erklärte sie zu der Mahnung aus dem Richtspruch, „es ist reichlich Verpflegung da, gemanagt durch die Ortsfeuerwehren.“

Man sei froh, Handwerker für den Bau gefunden zu haben, führte die Bürgermeisterin weiter aus und dankte neben den beiden Ortswehren und dem Gemeindekommando, die das Projekt auf den Weg gebracht hatten, sowie den Ratsvertretern, die „die Zeichen der Zeit“ erkannt hätten, natürlich auch den Bauleuten für ihre gute Arbeit. 

Dass an dieser Stelle ein Feuerwehwehrhaus für zwei Ortswehren geschaffen werde, sei ihren Worten nach „ein richtiger Pilot“. „Darauf bin ich wirklich stolz und hoffe, dass es so zügig weitergeht, wie bisher.“ Sie sei zuversichtlich, dass die Wehren im April 2019 einziehen können.

Während der anschließenden Begehung gewannen die Gäste einen Eindruck des neuen Gebäudes, welches in direkter Nachbarschaft zu einer ebenfalls im Bau befindlichen Tierarztpraxis liegt. Während im niedrigeren Gebäudeteil Umkleide-, Sanitär- und Schulungsräume sowie die Büros der Ortsbrandmeister untergebracht sind, besteht die mit einem Schrägdach versehene Fahrzeughalle aus einem gemeinschaftlich genutzten Werkstattraum, an dem sich rechts und links die getrennten Stellplätze für die im Bestand beider Wehren befindlichen Einsatzfahrzeuge anschließen. Insgesamt investiert die Gemeinde 1,3 Millionen Euro in den Neubau – inklusive Erschließung.

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