Ausschuss bringt Pläne auf den Weg

Neubau der Feuerwehrhäuser in Westerholz und Ostervesede

Feuerwehrhaus in Westerholz
+
Das bisherige Feuerwehrhaus in Westerholz ist in die Jahre gekommen und zu klein. Der Neubau kommt an den Sportplatz.

Die bisherigen Feuerwehrhäuser in Westerholz und Ostervesede sind zu klein und in die Jahre gekommen. Deswegen gibt es Neubauten an anderem Standort. Die Verwaltung und der Architekt haben jetzt erste Pläne vorgestellt.

Scheeßel – Es sind deutliche Worte, die Gemeindebrandmeister Dieter Apel während der Feuerwehrausschusssitzung am Mittwochabend in der Aula der Beekeschule findet. Es geht um die Neubauten der Feuerwehrhäuser in Ostervesede und Westerholz, die in den Zehn-Jahres-Plan für die Feuerwehren in der Gemeinde integriert sind. Apel erinnert daran, dass der ursprüngliche Plan vorsah, den Neubau für Ostervesede 2019 zu realisieren – „da sind wir zeitlich ziemlich in Verzug.“ Das Ganze nicht weiter zu verzögern, dafür sprach sich am Ende auch der Ausschuss aus – mit einer Ergänzung in der Beschlussvorlage.

So empfehlen die Mitglieder, die erstmals vorgestellten Planungen durch Sven Frohböse, Leiter des Fachbereichs Gebäudewirtschaft, und Architekt Uwe Quante von uq-Planung aus Soltau, weiter zu verfolgen, um die Bauanträge stellen zu können. Mit einer Ergänzung: Ein endgültiger Beschluss solle nur mit der „zustimmenden Kenntnisnahme“ des jeweiligen Ortsrats erfolgen.

Dass diese gehört werden, ein Mitspracherecht haben, ist dem Ausschuss wichtig. Denn es kam die Frage auf, warum die Ortsräte bei orts-prägenden Gebäuden nicht gleich mit einbezogen worden waren, was beispielsweise die Frage nach der Außengestaltung angeht. Dafür schlägt die Verwaltung eine, auch von Apel begrüßte, zweigeteilte Klinkerfassade vor – unten Klinker, oben eine feste Fassade aus beispielsweise Eternit. Zwar gibt es noch eine Vorstellung in den Ortsräten, die ihre Empfehlungen abgeben können – sinniger wäre es für manche aber gewesen, diese von vornherein einzubeziehen.

Daran anschließend stellte sich für Günter Bassen (CDU) nach einem ersten Blick auf die Skizzen auch die Frage nach der Farbwahl. Dass aber noch Spielraum ist, zum Beispiel die endgültige Wahl noch nicht getroffen wurde und noch Gespräche folgen werden mit Orts- und Gemeindebrandmeister und die Ortsräte Empfehlungen aussprechen können, merkte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) an. Das Feintuning kommt noch. „Es ist wichtig, dass die Richtung klar ist, damit wir die Bauanträge stellen können.“

Darin war man sich einig, braucht es doch neben der Gemeinde auch noch die Genehmigungen vom Landkreis und der Feuerwehrunfallkasse für den Bau. Man müsse schnell sein, „die Kuh vom Eis kriegen“, nennt es Detlev Kaldinski (SPD).

Das alte Haus hat ausgedient - für die Osterveseder Einsatzkräfte wird es ein neues Feuerwehrhaus am Kreisel Richtung Fintel geben.

Beide Feuerwehrhäuser wurden gemeinsam geplant, um Synergieeffekte zu nutzen. So sei es auch ein Wunsch innerhalb der Wehren gewesen, den Häusern eine gewisse Einheitlichkeit mitzugeben, indem sie gleiche Elemente verwenden. Apel verweist auf das neue Feuerwehrhaus in Bartelsdorf-Wohlsdorf, das „architektonisch gut gelungen“ sei. Zeitlich soll zunächst das Haus in Westerholz gebaut werden – am neuen Standort am Sportplatz. Danach folgt Ostervesede, das von der Benkeloher Straße an den Kreisel am Ortsausgang Richtung Fintel ziehen wird.

Bei den Planungen habe man sich an dem orientiert, was für einen Bau notwendig ist sowie an den Besonderheiten der Grundstücke. Beide Gebäude erhalten Umkleiden mit sanitären Einrichtungen getrennt für Frauen und Männer. Außerdem Lager, Atemschutz- und Technikraum, Werkstatt, Teeküche und Schulungsraum. In Westerholz gibt es eine Halle für ein Fahrzeug, in Ostervesede für zwei. Dort bestehen perspektivisch Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Gelände, so Apel. Denn Ostervesede ist neben Scheeßel die Wehr mit den meisten Aktiven sowie den meisten Atemschutzgeräteträgern. „Da ist kein Luxus dabei, aber alles, was nötig ist“, merkte Quante an.

Für das Gebäude in Westerholz rechnet die Verwaltung mit 900 000 Euro, weitere gut 25 000 Euro kämen für die empfohlene Fassade oben drauf. Das ergebe Sinn, warben Architekt und Fachbereichsleiter. Zwar bestehen an dieser Stelle Einsparmöglichkeiten, eine reine Putzfassade wäre aber wesentlich anfälliger. In Ostervesede liegen die Baukosten mit knapp einer Million Euro ein wenig höher. Die Dächer erhalten jeweils Alu-Sandwichelemente.

Auch die Frage nach der Nutzung von Fotovoltaikanlagen kam auf, ebenso von Ladesäulen für E-Autos. Für Letzteres sei die Zeitspanne, die die Autos vor Ort stehen, meist zu gering, um wirklich von Nutzen zu sein, meinte Frohböse. Zumal gerade auf den Dörfern die Einsatzkräfte oft mit dem Fahrrad zum Feuerwehrhaus kämen. Fotovoltaikanlagen auf den Dächern seien bei beiden Gebäuden nicht eingeplant, in Westerholz ist das beispielsweise auch gar nicht machbar. „Die Feuerwehrhäuser verbrauchen aber auch nicht viel“, merkte Dittmer-Scheele an.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

Meistgelesene Artikel

Mit dem 22-Tonnen-Maishäcksler auf dem Acker unterwegs

Mit dem 22-Tonnen-Maishäcksler auf dem Acker unterwegs

Mit dem 22-Tonnen-Maishäcksler auf dem Acker unterwegs
„So viele Neugründungen wie nie“

„So viele Neugründungen wie nie“

„So viele Neugründungen wie nie“
Der Kreis Rotenburg verabschiedet sich von Landrat Luttmann

Der Kreis Rotenburg verabschiedet sich von Landrat Luttmann

Der Kreis Rotenburg verabschiedet sich von Landrat Luttmann
Martinsmarkt im Kleinformat: Visselhövedes Gewerbetreibende lassen Event wieder aufleben

Martinsmarkt im Kleinformat: Visselhövedes Gewerbetreibende lassen Event wieder aufleben

Martinsmarkt im Kleinformat: Visselhövedes Gewerbetreibende lassen Event wieder aufleben

Kommentare