Eichenschule verabschiedet am Freitag 125 Abiturienten mit Festakt

Einmischen ausdrücklich erwünscht

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125 weiße Rosen für die Abgänger – auch im neuen Feierrahmen blieb die Eichenschule sich treu.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Fulminant fiel die Eröffnung des Festakts zur diesjährigen Abitur-Verabschiedungsfeier der Abiturienten an der Eichenschule dank der Percussiongruppe „Sticks `n` Drums“ aus. Es sollte der einzige lautstarke Programmpunkt bleiben – ansonsten überwogen in den drei Stunden voller Reden und umrahmender Musik eher die leisen und auch nachdenklichen Töne.

Nahezu alle Wortbeiträge voller guter Ratschläge machten deutlich, dass die 125 jungen Menschen, die ihre Reifeprüfung bestanden haben, zwar dank ihrer Schulbildung beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben haben, es jedoch selbst in die Hand nehmen müssen. Regierungsschuldirektor Norbert Mischke, der das diesjährige Dezernenten-Abitur begleitet hatte und sich für die gute Zusammenarbeit mit Christian Birnbaum und Karsten Frick von der Schulleitung bedankte, mahnte: „Erfolg ist das Ergebnis guter Vorbereitung – warten Sie nicht darauf, sondern verursachen Sie ihn!“

Noch weiter ging Oberstufenkoordinator Karsten Frick, als er seine ehemaligen Schützlinge eindringlich auf ihre gesellschaftliche Verantwortung hinwies: „Sie sind die Bildungselite – gestalten Sie Gesellschaft mit; Gemeinschaft funktioniert nur mit Solidarität!“ Das sei im überschaubaren Kosmos der Eichenschule gut gelungen, meinte er in seiner Rückschau auf Weihnachtskonzerte, den eigenständig organisierten Winterball und nicht zuletzt die schauspielerische Entwicklung der Schüler von der ersten „Kalif Storch“-Aufführung bis zu Woyzeck und den „Physikern“. Als Beispiel für vorbildlichen Engagement wurde Schulsprecher Ron Freytag vom Freundeskreis geehrt.

Abifeier in der Eichenschule

Dass soziale Verantwortung an der Eichenschule gelebt wird, machte die von Ernsthaftigkeit geprägte Schüler-Rede von Hagen Papst und Julius Weidig deutlich; sie dankten ihren Mentoren, die „so viel mehr waren als nur Lehrer“, für die „Zeit, die Sie in unsere Bildung investiert haben.“ Aber auch die Förderung der Kreativität ist in den vergangenen acht (oder mehr) Schuljahren nicht zu kurz gekommen, wie, Daniel Hank und Jonas Trochemowitz in ihrem aberwitzigen und geglückten Versuch zeigten, in ihrem wort-akrobatischen Exkurs sämtliche Nachnamen der Mitschüler einzupflegen.

Für Schulleiter Christian Birnbaum bedeutete die Heimkehr an die Eichenschule ein Wiedersehen: „Als ich aus Sottrum wiederkam, waren Sie inzwischen erwachsen geworden!“.

Mit einem Abiturdurchschnitt von 2,56 werde die Eichenschule, so prognostizierte Dezernent Mischke, wohl wieder ein Ergebnis über dem Landesdurchschnitt erzielen. Einen Notenschnitt, der noch unterhalb der offiziell ausgewiesenen Bestnote 1,0 liegt, hatte Julius Weidig erzielt, gefolgt von Lisa Schorn mit 1,1 und Svenja Nolte mit 1,2. Aber auch Bestnoten in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Latein wurden von den entsprechenden Fachverbänden mit Ehrungen und Gutscheinen belohnt, ebenso wie in Religion, beim Theater, für soziales Engagement wie die Inzmühlen-Betreuung oder im Sport.

Und auch in der Musik hatte Martin Crome zahlreiche Schüler hervorzuheben, die sich – teilweise seit der fünften Klasse – aktiv in Chor, Instrumentalkreis, Orchester, Delighted Bluesband oder bei Sticks‘n‘Drums engagiert hatten und noch bei ihrer eigenen Verabschiedung für einen stimmigen musikalischen Rahmen sorgten.

Die Adaption des Coldplay-Klassikers „Fix you“ war indes einem anderen Abgänger gewidmet: Auch Joachim Baudisch, Mann der tiefen Töne und der im Hintergrund gezogenen Strippen, verlässt das Scheeßeler Gymnasium zum Ende des Schuljahres – allerdings als Einziger in den Ruhestand.

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