23 Eichenschüler verbringen zweiwöchigen Austauschaufenthalt in China

Reise ins „Reich der Mitte“

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Unterricht einmal ganz anders: Die Eichenschüler beim Kalligrafie-Kurs in Shanghai.

Scheeßel - Von Tula Böschen. Frühmorgens an der Eichenschule: Von hier aus ging es los zu einer zweiwöchigen Reise in das Reich der Mitte. 23 Gymnasiasten der Stufe zehn sowie deren Begleiter, die beiden Erdkundefachlehrer Heike Buchhaupt und Thomas Stermann waren gespannt. Schon zum dritten Mal setzten die Schüler das Austauschprogramm im Sinne der Schulpartnerschaft fort. Nicht, wie in den Vorjahren, mit der Xiaoshan Highschool Number 10 in der Provinzhauptstadt Hangzhou, sondern diesmal mit der Dajing High School in Shanghai.

Nach ihrer Ankunft in der Metropole mit ihren 25 Millionen-Einwohnern wurden die Eichenschüler in der Schule von Lehrern und Gastfamilien willkommen geheißen. „Wir wurden herzlich aufgenommen. Meine Gastschülerin hat mich sofort umarmt“, berichtet Anneke Hoppe. Auf der Straße hätten die deutschen Schüler immer wieder bemerkt, wie Passanten ihre Smartphones und Kameras zückten, um von der Reisegruppe Fotos zu machen.

Dass sich die kulturellen Unterschiede im Alltag bemerkbar machen würden, war den Reisenden klar. Mit steinharten Matratzen, stoffbezogenen Toilettensitzen und Hühnerfüßen in der Suppe hatten die wenigsten gerechnet. Und dann die Sprache: Zu mehr Vokabeln als „Ni hao“ („Hallo“) und „Che che“ („Danke“) habe man es während des Aufenthaltes nicht gebracht, erinnert sich Hoppe. „Die chinesische Sprache arbeitet viel mit Betonungen und verschiedenen Sprechhöhen – unmöglich, all das in der Kürze der Zeit zu lernen.“ Umso erleichterter seien sie und ihre Mitschüler darüber gewesen, dass man sich in den Gastfamilien gut auf Englisch verständigen konnte.

Was Hoppe verblüffte: „Meine Gastschülerin war abends bis zehn oder elf Uhr mit Hausaufgaben beschäftigt. Zeit für Hobbys oder Vereinsaktivitäten bleibt ihr neben der Schule nicht.“ Grund hierfür sei das extrem leistungsorientierte Bildungssystem.

Nach einer Woche chinesischen Alltags mit gleichaltrigen Schülern brach die Reisegruppe zu einer Rundfahrt auf, die sie über Suzhou, Hangzhou und Xi’an in die Landeshauptstadt Peking führte. Dabei stand die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten wie den Shanghai TV Towers, die Terrakotta-Armee oder die Große Mauer auf dem Programm.

Als „mutig“ stuften einige Eltern im Vorfeld der Reise die Pläne ihrer Kinder ein, zwei Nächte im chinesischen Nachtzug zu verbringen – die Sorgen erwiesen sich jedoch als unbegründet.

Insgesamt sind alle 23 Schüler sehr zufrieden und begeistert von den vielen neuen Eindrücken einer ganz anderen Kultur. „Das war einfach unglaublich. Wir haben alle so viele neue Lebenserfahrungen gesammelt. Wenn es möglich wäre, würden wir eine solche Reise sofort wieder machen“, waren sich die Jugendlichen einig, nachdem sie wieder wohlbehalten in Deutschland gelandet waren.

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