Eichenschüler kämpfen beim Wirtschaftsplanspiel um Abnehmer fiktiver Produkte

Ein Kühlschrank will an den Käufer gebracht werden

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Alle Gruppen verwöhnten die Kritiker im Publikum mit kleinen Appetithäppchen.

Scheeßel - Wenn 23 Eichenschüler Rabatte einräumen, über Effizienz fachsimpeln und Nachfragen nach Datensicherheit beantworten – dann ist der Präsentationsabend, einer der Höhepunkte des einwöchigen Planspiels Wirtschaft, voll im Gange. Doch bevor die Elftklässler vor Eltern und interessiertem Publikum in drei Gruppen ihre fiktiven Produkte – Aufgabe war der Entwurf eines innovativen Kühlschranks – präsentierten, hatten sie die Tage zuvor bei der virtuellen Führung eines Unternehmens Punkte gesammelt.

Flankiert wurde das PC-gestützte Planspiel von Fachvorträgen von Experten aus der lokalen Wirtschaft. So bekamen die Schüler ebenso Werbe-Tipps von Marketingprofi Rainer Bassen von der Sparkasse Scheeßel, die wie auch in den Vorjahren den Präsentationsabend ausrichtete, wie eine Einführung in Bilanzen und Liquidität vom örtlichen Steuerberater, Einblicke in die Unternehmensorganisation vom Autohaus oder das Einmaleins der Logistik einer ansässigen Spedition.

Kreativ waren die Schüler der Sekundarstufe, die eine Woche lang die Baggy Pants gegen den Business Suit getauscht hatten – und überaus schlagfertig. Ob High-Tech-Fridge mit Barcode-Scanner und Warnmeldung über abgelaufene Produkte oder Kühltrolley mit Solarzellen und passender App für das Lifestyle-Segment – die Zuschauer, darunter viele hartgesottene Wirtschaftsprofis, ließen sich gern auf die Gedankenspiele ein und hinterfragten kritisch: „Wie steht es mit der Datensicherheit der eingescannten Wurst?“, „Meine selbstgekochte Marmelade hat keinen Barcode...“, „Wie ist es mit einer GPS-Ortung für Festivalgänger?“ – Erstaunlich, wie souverän einige der jungen Vorstandsmitglieder der fiktiven Unternehmen auch auf kritische Fragen parierten.

Als Verkaufsargumente wurden nicht nur Powerpoint-Präsentationen, sondern auch selbst gedrehte Spots und Facebook-Profile in die Waagschale geworfen; eine Gruppe zauberte aus dem selbst gebastelten Prototypen gar Appetithäppchen hervor, um die Publikumsjury gewogen zu stimmen.

Und so wurde die Entscheidung ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Thomas Großkopf, der die Woche für das Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft (BNW) betreute, konstatierte: „So knapp war es noch nie!“ Letztendlich waren in punkto Erfahrung wohl alle Teilnehmer Gewinner. Marketing-Fachmann Klaus Richter, „Billy-Boy“-Erfinder und kritischer Zuschauer der Veranstaltung, lobte die Leistung der Schüler, die sich in kurzer Zeit in ein ganz neues Feld eingearbeitet hatten: „Wirtschaft ist für die meisten ja totales Neuland!“

Auch Rainer Bassen war voll des Lobes: „Mein Kompliment – Ihr habt alle richtig super mitgearbeitet!“

hey

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