Ehrenamtliche Helfer organisieren Transport gespendeter Möbel

Teppich und Toaster für die Sudan-WG

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Packten beim Verladen der Möbel kräftig mit an: Hussein und Adam aus dem Sudan.

Scheeßel - Vor dem Internatsgebäude am Helvesieker Weg stehen Schränke, Tische, Stühle und andere Möbel – das meiste aus den 50ern. Ein Messingbettgestell ist dabei, eine Stehlampe und ein Kinderhochstuhl, aber auch jede Menge Kleinteile: Spiele, Puzzle und einige Puppen. Im Gang und den beiden Räumen stapelt sich eine Flut kleiner und großer Spenden: Fahrradhelme, Geschirr, Fernseher und Matchboxautos. Während drinnen eine Handvoll Helfer versucht, Ordnung in die Spenden der Scheeßeler zu bringen, die seit Wochen immer wieder bei Paul Göttert eingehen, verladen Jörg und Monika Schories sowie Hussein und Adam aus dem Sudan eine Fuhre auf den Anhänger. Sie geht an eine syrische Familie – Vater und der schwerkranke Sohn sind schon länger im Beeke-Ort; dank Familienzusammenführung ist seit Freitag auch seine Frau mit den restlichen fünf Kindern nachgekommen.

Warum das Ehepaar und die beiden Sudanesen den logistischen Part der Hilfsaktion übernehmen? Jörg Schories lacht: „Weil ich einen Anhänger habe.“ Auch für die beiden jungen Männer aus dem Sudan ist Hilfe selbstverständlich: „Mr. Paul hat uns geholfen, jetzt helfen wir ihm!“, meint Hussein, der seit rund einem Jahr in Deutschland lebt, in etwas gebrochenem Deutsch.

Insgesamt drei Gespanne wollen heute mehrere Flüchtlingswohnungen anfahren. „Neben der syrischen Familie und in die Sudan-WG geht auch eine Fuhre an die Elfenbeinküste“, erzählt Göttert. Er hat sich zuvor ein Bild gemacht, was wo konkret gebraucht wird. „Aussuchen lassen können wir die Leute leider nicht – das würde zu chaotisch.“

Er und seine Mitstreiter sind froh, heute einiges an Möbeln „an den Mann“ bringen zu können: „Dann haben wir erstmal etwas Luft.“ Denn von einer koordinierten Annahme und Abgabe dringend benötigter Alltagsgegenstände können sie bis jetzt nur träumen. Nach wie vor gebraucht würden vor allem Kleinmöbel und Elektrogeräte wie Mikrowelle, Toaster und Bügeleisen, aber auch Teppiche und Vorhänge. Noch viel wichtiger als alle materiellen Zuwendungen für die Flüchtlinge sei aber eins: „Menschliche Zuwendung!“, weiß Göttert.

Als der Rasen wieder leer ist, wissen die Helfer: Es wird nicht die letzte Fuhre gewesen sein.

hey

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