Ehemalige geben Eichenschülern Studientipps

„Auslandssemester sind gern gesehen“

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Der angehende Luft- und Raumfahrttechniker Jerome Hildebrandt berät Elftklässlerin Nadja Meyer in Sachen Studium.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. „Studieren – aber was?“ Für mehr als die Hälfte der Abgänger der Eichenschule stellt sich diese Frage, so die Erfahrung von Udo Grenz-Gieseke. Ein Grund für den Koordinator Berufsinformation, den Oberstufenschülern nicht nur Einblicke in Lehrberufe zu ermöglichen, sondern auch in die vielfältigen Studienmöglichkeiten, die den Absolventen offen stehen.

Dazu hatte es bereits in den vergangenen Jahren einzelne Vorträge ehemaliger Schüler der Bildungseinrichtung gegeben. Nun bekamen rund 150 Elftklässler erstmalig in einem „Worldcafé“ eine geballte Ladung Informationen. Gleich sechs ehemalige Eichenschüler hatten sich auf Initiative von Jerome Hildebrandt aus ganz Deutschland eingefunden, um in mehreren Vorträgen nicht nur Einblicke in ihren eigenen Studiengang zu geben, sondern auch verwandte Studienmöglichkeiten.

Die Palette war breit gefächert: Von Chemie, Informatik sowie Luft- und Raumfahrttechnik über Medizin bis hin zu BWL und internationalem Informationsmanagement. In halbstündigen Vorträgen klärten sie über internationale Verhandlungsführung auf, über Schnittstellenarbeit, Vernetzung oder die Bedeutung des Studierens im Ausland. „Das wird später vom Arbeitgeber gern gesehen“, so Philipp Schmidt, der in St. Gallen Betriebswirtschaftslehre studiert.

Die Nachfragen der Schüler gingen auch über das Fachliche hinaus: „Wie sind die Zulassungsmodalitäten?“, „Wie einfach ist ein Fachwechsel?“, „Wie ist das mit dem Ranking?“, „Generalstudium oder lieber Expertenwissen?“ waren einige der Fragen. Für Annika Wehe, die in Hannover Humanmedizin studiert, war der Ausflug in die ehemalige Heimat eine Selbstverständlichkeit: „So eine Beratung hätte ich mir früher selbst gewünscht!“ Durch ihre Arbeit im Erstsemesterangebot der Uni wusste sie: „Es bringt viel, von Leuten zu hören, die das gerade Gemacht haben.“ Dem konnte Grenz-Gieseke nur beipflichten: „Dadurch, dass die Referenten erst vier bis fünf Jahre aus der Schule sind und eine persönliche Beziehung zur Eichenschule haben, springt sofort der Funke über!“

Die Tipps der kurz vor dem Master-Abschluss stehenden Vortragenden fielen denn auch äußerst praktisch aus: „Es ist keine Schande, das Fach zu wechseln – aber hört Euch vorher in den Fachschaften um. Vieles wird anerkannt!“, so Jerome Hildebrandt, der eigens aus Stuttgart angereist war.

Schülerin Nadja Meyer hat der Vortrag ein Stück weitergebracht: „Ich wusste zwar schon vorher, dass ich Lehramt studieren will, aber wie man sich bewirbt und was für Möglichkeiten es gibt, habe ich hier erfahren.“

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