Zweites Blockheizkraftwerk

„Bioenergie Scheeßel“ will Anlage am Vareler Weg modernisieren

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Der Trassenverlauf für das erweiterte Fernwärmenetz ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Scheeßel - Seit sieben Jahren hängen die Beeke- und die Eichenschule nebst ihrer Turnhallen am Energietropf der Biogasanlage zwischen Westeresch und Jeersdorf, Stichwort: Fernwärme. Dafür haben die Betreiber von der „Bioenergie Scheeßel“, ein an der Börse tätiger Zusammenschluss mehrerer ortsansässiger Landwirte, in einem an der Beeke-Sporthalle angrenzenden Schuppen ein Satelliten-Blockheizkraftwerk (BHKW) installiert.

Geschäftsführer Axel Romundt führte im Bau- und Planungsausschuss aus, man könne jedoch gegenwärtig nur 35 Prozent der Wärme ausschöpfen; 190.000 Kilowattstunden habe man parallel dazu aus Erdgas dazu kaufen müssen. Ihm und seinen Mitstreitern schwebt eine Effizienzverbesserung vor. 

Um die zu erreichen, also die Versorgung der Fernwärmeabnehmer effektiver zu gestalten und den Erdgaszukauf weiter zu drosseln, wollen die Verantwortlichen den BHKW-Standort erweitern. „So können wir, wie gefordert, den Motor doppelt überbauen und Strom nur dann produzieren, wenn er auch wirklich benötigt wird“, erläuterte Romundt. „Eine Leistungssteigerung nehmen wir aber nicht vor.“ 

Um ein zweites BHKW zu realisieren, würden nun weitere Parzellen in dem Nebengebäude angemietet. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der Gemeinde bereits getroffen. 

Erste Berechnungen für erweitertes Fernwärmenetz sind fertig

Ein weiterer Punkt, der aber nicht unmittelbar etwas mit dem Ausbau am Vareler Weg zu tun hat: Die „Bioenergie Scheeßel“ will ihr Fernwärmenetz ausweiten. Romundt: „Wir haben dazu einzelne größere Gewerbekunden schon angesprochen, um daraus eine Machbarkeitsstudie erstellen zu können.“ 

Mittlerweile habe man in einer Wirtschaftlichkeitsrechnung schon die ersten Preise ermitteln können. „In den kommenden vier Wochen werden wir an dem Punkt sein, die Konditionen den Wärmekunden vorzustellen“, so der Geschäftsführer. „Wenn die potenziellen Kunden feststehen, müssen wir mit der Gemeinde noch den tatsächlichen Trassenverlauf abstimmen.“ 

Weitere neue Elemente sind im Gewerbegebiet geplant

Erst wenn der feststeht, wollen die Betreiber auch an Privathaushalte herantreten, die ebenfalls an das Netz angeschlossen werden können.

Um die Vollversorgung später generieren zu können, bedürfe es seinen Worten nach noch eines sogenannten Spitzenkessels und eines Wärmespeichers. Romundt: „Der genaue Standort ist noch offen, beides wird aber im Bereich des Gewerbegebietes stehen.“ - lw

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