Pflasterstreifen kommen

Erschließungsstraße Fuhrenkamp steht vor dem Endausbau

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Über Jahre hinweg diente der Fuhrenkamp als Haupterschließungsstraße für die Baugebiete an der L 130, im kommenden Jahr soll die Trasse schrittweise ausgebaut werden.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Für den Ausbau des Fuhrenkamps, der Haupterschließungsstraße für die Wohnbaugebiete zwischen Ostlandsiedlung und der Landesstraße 130, hat sich der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde auf eine Variante geeinigt. Auch über den Fahrplan, in welchen Etappen die Fertigstellung erfolgen soll, wurden Details bekannt.

Eines ist schon jetzt in Stein gemeißelt: Der Fuhrenkamp bleibt auch in Zukunft eine Tempo-30-Zone. Da die abgehenden Straßen allesamt als verkehrsberuhigter Bereich dargestellt seien, gelte es allerdings für die Einmündungsbereiche, gewisse verkehrsrelevante Vorkehrungen zu treffen, wie Bauamtsleiter Joachim Köhnken bei der Sitzung am Mittwochabend kundtat. 

Soll heißen: Die 30er-Zone muss jeweils 30 Meter in die angrenzenden Straßen hineinreichen, um so Verkehrsteilnehmern zu signalisieren, dass auf Höhe der Einmündungen eine Rechts-vor-links-Regelung gilt. Dafür hat ein externer Planer zwei vom Aufwand und von der Kostenseite her sehr unterschiedliche Varianten ausgetüftelt, die, so Köhnken, „beide im Bereich des Machbaren liegen“.

Bei Lösung A, mit rund 51.500 Euro auch die teuerere Alternative, müsste man den Asphalt der schon fertig ausgebauten Straßen auf einer Länge von je 30 Metern wieder aufreißen und mit einer sogenannten Schwarzdecke, wie sie beim Fuhrenkamp zum Einsatz kommt, wieder neu befestigen. Lösung B hingegen sieht vor, dass man den Ausbauzustand so, wie er sich jetzt gestaltet, belässt und lediglich in 30 Metern Entfernung jeweils einen roten Streifen pflastert, wo dann zusätzlich ebenso eine Beschilderung auf die Schritttempo-Regelung hinweisen soll.

Einstimmig empfahl das Fachgremium, letztere Variante zu fokussieren sowie entsprechende Mittel in den Haushalt einzustellen, um so die Maßnahme, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, im kommenden Jahr abwickeln zu können. Ebenso legten die Politiker sich auf einen abschnittsweisen Fuhrenkamp-Ausbau fest. Der wird auch notwendig sein, um zu gewährleisten, dass alle Grundstückseigentümer problemlos zu ihren Eigenheimen gelangen können.

Anwohner müssen Umleitung nutzen

Wie Köhnken ausführte, sei ein erster Abschnitt beginnend von der Ostlandsiedlung bis hin zu den Einmündungen des Teterower Wegs und des Wichelwegs geplant. Die Anwohner beider Straßen könnten während der Maßnahme über Nebenstraßen und weiter über den dann noch nicht ausgebauten Teil des Fuhrenkamps bis zur Landesstraße fahren. „Nur die Leute aus der Ostlandsiedlung und einige Anlieger des Fuhrenkamps müssen während der Arbeiten eine Umleitung über Varel an die B 75 in Kauf nehmen“, so der Verwaltungsmann.

Im zweiten Abschnitt steht direkt im Anschluss dann der Endausbau des Tostedter Wegs und des Güstrower Wegs im Baugebiet „Vor dem Varel II“ auf der Abarbeitungsliste – und das früher als vorgesehen, sei das Gebiet nach Köhnkens Auskunft doch im überraschenden Eiltempo bebaut worden. „Wenn wir diesen Bereich erst später angehen würden, könnte es im dann neu ausgebauten Fuhrenkamp teilweise durch schwere Baufahrzeuge zu Schäden kommen, da wir ja dort auch Aufpflasterungen mit Sinussteinen haben.“

Den finalen Akt bildet der Ausbau zwischen Teterower Weg bis kurz vor die Einmündungen des Weidenröschenwegs und der Straße „Vor der Eulenkammer“. Der Restausbau, kündigte der Bauamtsleiter an, solle dann zusammen mit der Umgestaltung des Knotenpunktes auf der L 130 erfolgen.

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