Entwurf liegt vor

Zwei Wohnbauflächen sollen Minigolfplatz ersetzen

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Lange Zeit befand sich der ehemalige Minigolfplatz im Dornröschenschlaf. Das ändert sich bald.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Es geht voran am Helvesieker Weg in Scheeßel: Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte der Verwaltungsausschuss den Aufstellungsbeschluss zur Schaffung von Wohnbauflächen auf dem ehemaligen Minigolfplatz gefasst. Inzwischen liegt der Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans vor. Auf dem Gelände gegenüber dem Beekebad sollen zwei Wohnhäuser entstehen. Deren künftige Bewohner werden trotz direkter Nachbarschaft zum Freibad aber wohl wenig Krach zu erwarten haben.

Jahrzehntelang war sie ein beliebter Anlaufpunkt, die Minigolfanlage am Heidesee. Dann, vor wenigen Jahren, kam das Aus. Inzwischen ist im wahrsten Sinne des Wortes Gras über den Platz gewachsen. Von den Bahnen, auf denen einst Generationen von Familien einlochten, zeugen heute nur noch Fragmente. Ein Randstreifen wird bereits als privates Gartenland genutzt. Für den Rest der Parzelle, so plant es die Gemeinde, sollen im Rahmen der sogenannten Innenentwicklung Bauplätze für zwei doppelgeschossige Wohnhäuser geschaffen werden, die sich vom Architekturstil her harmonisch in die bereits bestehende Bebauung einfügen sollen.

Da sich sowohl das Beekebad als auch der Sportplatz in unmittelbarer Nähe der Flächen befinden, sei man um eine schalltechnische Untersuchung nicht herumgekommen, erläuterte Kerstin Oesterling vom zuständigen Planungsbüro kürzlich in einer Sitzung des gemeindlichen Bau- und Planungsausschusses. Das Ergebnis: Während vom Sportplatz keine nennenswerte Emissionsbelastung ausgehe, sei durch das Schwimmbad durchaus eine geräuschvolle Beeinträchtigung zu erwarten – zumindest an heißen Sommertagen, wenn am Tage in und an den Becken reger Publikumsbetrieb herrsche.

Lärmschutzwand geplant

Um diesem Problem Herr zu werden, soll auf der Grundstücksgrenze zum Helvesieker Weg hin eine Lärmschutzwand errichtet werden – nicht höher als zwei Meter, um so das einheitliche Erscheinungsbild vor Ort zu wahren. Dennoch, gab Oesterling zu verstehen, würde das Konstrukt nicht ausnahmslos seinen Zweck erfüllen. „Mit der Wand gibt es im Erdgeschoss keine Beeinträchtigung, sehr wohl aber in der oberen Etage, sollten dort an den Hochbetriebstagen Küchen- und Schlafzimmerfenster geöffnet sein.“ Zur Erklärung: Das zu bebauende Gelände liegt am Fuße einer Senke, befindet sich gut 2,75 Meter unterhalb des Helvesesieker Wegs. „Den Vorschlag des Gutachters, nicht zu öffnende Fenster mit eine Festverglasung zu nehmen, halten wir aber für eine zu große Einschränkung“, so die Fachfrau, „gerade im Hinblick, dass es außerhalb der Freibadsaison dort ja ruhig zugeht. “

Einstimmig fassten sowohl der Fach- als auch der Verwaltungsausschuss den Auslegungsbeschluss, dem Scheeßel demnächst wohl ein paar Einwohner mehr bescheren dürfte.

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