Mit 34 Spendendosen

Hochwasser-Katastrophe: Gewerbeverein Scheeßel möchte Kollegen im Kreis Ahrweiler unterstützen

Bitten um viele Geldspenden für die von der Flutkatastrophe gebeutelte Geschäftswelt in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Anja Lohmann (v.l.), Margitta Meyer, Claudia Pahl, Kasten Lüdemann und Carsten Gehse vom GVS.
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Bitten um viele Geldspenden für die von der Flutkatastrophe gebeutelte Geschäftswelt in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Anja Lohmann (v.l.), Margitta Meyer, Claudia Pahl, Kasten Lüdemann und Carsten Gehse vom GVS.

Scheeßel – Sie hat enorme Verwüstungen und Schäden verursacht und unglaubliches Leid über die Menschen in den von Überschwemmungen betroffenen Regionen gebracht: die Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Lange wird es dauern, bis die Schäden repariert sind, vieles wird unwiederbringlich verloren sein. Was jedoch Mut macht, ist die große Hilfsbereitschaft der Menschen – durch aktive Unterstützung vor Ort oder durch Geldspenden. Dem will sich auch der Gewerbe- und Verkehrsverein Scheeßel (GVS) nicht verschließen.

Die Idee, die Vorsitzender Karsten Lüdemann und seine Vorstandskollegen ganz kurzfristig ausgebrütet haben: Noch vier Wochen lang, bis zum 21. August, können Besucher in vielen Scheeßeler Geschäften und Lokalen mit dem Aufruf „Helfen Sie uns, zu helfen“ einen Obolus für die Flutopfer hinterlassen. Dafür stehen 34 eigens angefertigte Spendendosen bereit. „Die Umsetzung ging wirklich sehr schnell und unbürokratisch“, sagt Grafikdesignerin Anja Lohmann, die das Benefizprojekt angestoßen hat.

Konkret soll das gesammelte Geld an die schwer getroffene Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, genauer an die dort ansässige Werbegemeinschaft, gehen, erläutert Lüdemann. Getreu der Devise: von Gewerbeverein zu Gewerbeverein. „Dort hat die Kreissparkasse mit der Kreisverwaltung unter dem Stichwort ,Nachbar in Not‘ ein Sonderkonto eröffnet, wo die Spenden, anders als bei vielen anderen Organisationen, die zwischen 15 und 20 Prozent der Einnahmen für sich abzweigen, auch wirklich zu 100 Prozent bei den Betroffenen in der Region ankommen“, berichtet der GVS-Chef. Das sei ihm und seinen Mitstreitern bei der Planung immens wichtig gewesen.

24 solcher Spendendosen finden sich noch bis zum 21. August in den Scheeßeler Geschäften.

Erste Gespräche mit der Ahrweiler Werbegemeinschaft haben die Scheeßeler schon geführt. „Da hieß es, dass es dort kein einziges Geschäft mehr geben würde, welches noch funktioniert“, berichtet Lüdemann. Selbst die Zukunft der örtlichen Vereinigung sei infrage gestellt worden. „Ich glaube, das ganze dramatische Ausmaß können die Fernsehbilder selbst im Ansatz nicht wiedergeben.“ Dem kann Carsten Gehse, der zweite stellvertretende Vorsitzende im Bunde, nur beipflichten: „Die Geschäftsleute hatten mit Corona ja schon Probleme, haben vielleicht gerade wieder angefangen, Fahrt aufzunehmen – und dann passiert jetzt so etwas.“

Münden soll die vom GVS aufgezogene Spendenaktion übrigens in einer Benefizveranstaltung vor dem Scheeßeler Hof. Anja Lohmann erläutert den Hintergrund: „Wir laden für den 21. August, einen Samstag, von 18 bis 22 Uhr zu einem ,Come Together‘ ein.“ Dieses sei auch als Dankeschön gedacht für jene Bürger, die bis zu dem Zeitpunkt gespendet hätten, aber auch an dem Abend selbst würden die Dosen nochmals herumgehen. „Eigentlich ist es mehr als ein ,Stand Together‘, zu verstehen – also dass man füreinander einsteht, wir gemeinsam helfen.“

Aktuell sei sie noch vollends dabei, Bands oder Solokünstler zu finden, die die Open-Air-Veranstaltung musikalisch mit einem Akustik-Set (fünf bis sechs Lieder) begleiten möchten. „Das ist gar nicht so einfach, weil viele gerade im Urlaub sind“, habe Lohmann festgestellt. Wer Interesse an einem Auftritt habe, könne sich ihrer Auskunft nach noch bis zum 6. August per E-Mail an info@gewerbeverein-scheessel.de bewerben.

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