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Die nächste Kita fest im Blick: Gemeinde Scheeßel will am Leehopweg bauen

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Von: Lars Warnecke

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Noch ist die Lagerhalle am Leehopweg vermietet. Sobald der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und dem Nutzer ausläuft, soll sie abgerissen werden. Damit wäre dann auch Platz gegeben für die geplante Kindertagesstätte.
Noch ist die Lagerhalle am Leehopweg vermietet. Sobald der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und dem Nutzer ausläuft, soll sie abgerissen werden. Damit wäre dann auch Platz gegeben für die geplante Kindertagesstätte. © lw

Das nächste Bauvorhaben für eine weitere Kita in Scheeßel steht bereits in den Startlöchern. Details zu den Plänen wurden im Fachausschuss bekannt.

Scheeßel – Dass die Gemeinde Scheeßel eine weitere Kindertagesstätte benötigen wird, um den stetig wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen auffangen zu können, ist zweifelsohne nur eine Frage der Zeit. Darum will man im Rathaus schon im Hier und Jetzt gewappnet sein, möchte getreu der Devise „Vorsorge ist besser als Nachsorge“ die Voraussetzung schaffen für einen zweigeschossigen Neubau. Wo der entstehen soll? Am Leehopweg verfügt die Gemeinde über eigene Flächen – und genau dort, wo sich am Ortsrand heute noch eine Wiese mit angrenzender Lagerhalle befindet, sieht sie für den Standort das größte Potenzial.

Aktuell steckt das Bauleitplanverfahren noch in einer sehr frühen Phase. Aber: Den Auslegungsbeschluss für den B-Plan „Kita Leehopweg“ zu fassen, nach der erfolgten Öffentlichkeitsbeteiligung, das haben die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses jetzt schon mal einstimmig empfohlen.

Dass das Baufeld auffällig großzügig bemessen sei, habe einen guten Grund, führte Fachbereichsleiter Uwe Gundlach in der Sitzung aus. „Wir wollen uns nicht einengen, sondern flexibel bleiben für mögliche Erweiterungen und Veränderungen, die anstehen.“ Mit Blick auf die alten Bäume, die vor Ort stünden, sei man verwaltungsseitig bestrebt, diese natürlich so weit wie möglich zu erhalten. „Der Landkreis hat uns aber darauf hingewiesen, dass der Bewuchs, der auf der Fläche liegt, durch die Bebauung theoretisch auch weggenommen werden kann.“ Daher habe die Gemeinde schon jetzt im Vorfeld einen entsprechenden Ersatz und Ausgleich nachzuweisen, „Der Eingriff muss zwingend gerechnet werden, daher erhöht sich der Wert für Ausgleichsflächen von 2 610 Quadratmeter, die wir anfänglich ermittelt haben, auf nunmehr 3 160 Quadratmeter.“ Angedacht sei nämlich, den Bereich zu einem späteren Zeitpunkt über die gemeindeeigene Fläche hinaus noch weiter wohnbaulich zu entwickeln. „Steuern können wir es“, so der Verwaltungsmann.

Wir wollen uns nicht einengen, sondern flexibel bleiben für mögliche Erweiterungen. 

Uwe Gundlach

Eine Frage, die sich Ratsherr Johannes Hillebrand (SPD) mit Blick auf die Zuwegung stellte: „Wenn der Kindergarten gebaut ist, müsste man ihn über den Schwarzen Kamp erreichen und nicht über den Leehopweg – soll das so?“ Dazu Gundlach: „Es ist ja unsere Fläche, das heißt, wir können durchaus eine neue Erschließungsmöglichkeit schaffen.“

Was feststeht: Frühestens in zwei Jahren erst kann mit dem Kita-Bau begonnen werden. Denn so lange besteht noch ein Pachtvertrag der Gemeinde mit dem Nutzer der vor Ort befindlichen Halle. Die soll nach dem Auslaufen abgerissen werden, um so den erforderlichen Platz zu schaffen – eben auch für zusätzlichen Wohnraum. Denn ohne eine Weiterentwicklung, erklärte Bürgermeisterin Ulrike Jungemann (CDU), geht es nicht: „Die Kita als solche ist im Rahmen des B-Planes nur dann genehmigungsfähig, wenn wir das berücksichtigen. Das wollen wir auch gerne tun, aber das ist noch nicht aktueller Stand in der Bauleitplanung.“

Wie sich das weitere Vorgehen denn nun gestalten würde, wollte Ausschussmitglied Marc Ostrowski (SPD) wissen. „Politisch haben wir nämlich noch gar nicht über eine Bedarfsermittlung gesprochen. Außerdem sollten wir rechtzeitig mit einer Architektenauswahl starten.“ Jungemann erklärte, dass das Bauleitplanverfahren ohnehin noch komplette zwei Jahre dauern würde. „Erst dann können wir auf Grundlage der aktuellen Zahlen Berechnungen anstellen und über den genauen Bedarf sprechen.“

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