Feierstunde im Meyerhof

Die Gemeinde aktiv mitgestaltet: Feierliche Verabschiedung Scheeßeler Ratsmitglieder

Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (2.v.l.) ) verabschiedete die scheidenden Ratsmitglieder Hermann Hilken (v.l.), Reinhard Frick, Klaus-Dieter Masselink, Bettina MacGregor, Angelika Dorsch, Uta Hoops, Manfred Lieder und Frithjof Hellwege bei einer Feierstunde im Meyerhof.
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Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (2.v.l.) ) verabschiedete die scheidenden Ratsmitglieder Hermann Hilken (v.l.), Reinhard Frick, Klaus-Dieter Masselink, Bettina MacGregor, Angelika Dorsch, Uta Hoops, Manfred Lieder und Frithjof Hellwege bei einer Feierstunde im Meyerhof.

Scheeßel – Die Veranstaltung hat schon Tradition in Scheeßel: Zum Abschied einer jeden Ratsperiode treffen sich alle Beteiligten im Meyerhof und blicken kurz, aber herzlich zurück auf die gemeinsame Zeit. Auch diesmal wieder hatten sich die Politiker im Meyerhof getroffen, Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) leitete den Abend. „Auf die Aufzählung der jeweiligen Ausschüsse verzichte ich aber“, erwähnte sie schmunzelnd – schließlich wüssten alle, worum es ginge.

Dennoch blieb im Verlauf Zeit, immer mal wieder auf die ein oder andere Besonderheit der jeweiligen ehrenamtlichen Arbeit zugunsten der Gemeinde zu blicken. Die meisten Geehrten waren der Einladung gefolgt, einige wenige konnten nicht an der Feierstunde teilnehmen. So fehlte Arthur Lempert, der für seine fünfjährige Arbeit im Gemeinderat eine Medaille erhielt. „Arthur hat uns oft auf Diskussionen, die in den sozialen Medien geführt wurden, hingewiesen und immer wieder bei der Verwaltung nach Antworten gefragt“, lobte Dittmer-Scheele. Im Verlauf des Abends ehrte sie in Abwesenheit auch Horst Raatz (SPD/UGS), Peggy Miesner, Ingmar Klee sowie Jürgen Wahlers (alle drei Gruppe 57). Der Landwirt aus Jeersdorf, der unter anderem Wasserbüffel hält, musste eine Kuh betreuen.

Anwesend und wie Lempert fünf Jahre aktiv war Bettina MacGregor. Die SPD-Politikerin hatte sich in Ostervesede im Ortsrat, als stellvertretende Ortsbürgermeisterin, als Vorsitzende im Finanzausschuss sowie im Ausschuss für Jugend Senioren, Soziales und Sport betätigt. „Und sie ist in der Zeit auch Mutter geworden – schön, dass man Familie und Politik doch unter einen Hut bekommen kann“, so die Bürgermeisterin. Als Nächstes überreichte sie Uta Hoops (SPD) die Ehrenurkunde. Diese war einst als Nachrückerin in die Kommunalpolitik eingezogen und acht Jahre dort aktiv gewesen. „Vor allem für soziale Belange, für die Seniorenarbeit und die Flüchtlingsarbeit warst du aktiv“, erfuhren die Zuhörer. Gemeinsam mit ihr nachgerückt war Frithjof Hellwege (SPD), auch der Büschelskamper war acht Jahre engagiert dabei. Quasi zum Abschied hatte er als Leiter des Feuerwehrausschusses noch zwei neue Feuerwehrhäuser auf den Weg gebracht.

Medaillen und Urkunden zum Abschied.

Die nächsten drei zu Ehrenden waren jeweils seit 15 Jahren aktiv: „Zahlenmensch“ Manfred Lieder, Klaus- Dieter Masselink (beide CDU) und SPD-Frau Angelika Dorsch. Alle drei waren jahrelang in verschiedenen Ausschüssen unterwegs. Dorsch hatte sieben Jahre lang den Finanzausschuss geleitet, auch im Kreistag war sie aktiv. „Heute bin ich mal als Gast und nicht zum Arbeiten hier“, freute sich die Bartelsdorferin.

Dann wurde es Zeit, die „Urgesteine“ der Scheeßeler Kommunalpolitik gebührend zu feiern: Reinhard Frick, Ortsbürgermeister von Hetzwege und Abbendorf, sowie seinen Stellvertreter Hermann Hilken (beide CDU). Dittmer-Scheele wandte sich zunächst an Hilken. „Du warst 40 Jahre kommunalpolitisch und davon 20 Jahre als stellvertretender Ortsbürgermeister tätig, ein außerordentlicher Verdienst.“ Mit diesen Worten überreichte sie die Ehrenmedaille. Die Zusammenarbeit sei immer konstruktiv gewesen. „Eine Ära geht zu Ende“, betonte sie. Hilken freute sich sichtbar. „Ich werde den Winter 2010 immer in Erinnerung behalten, wir haben dich abgeholt im metertiefen Schnee und du warst ohne Stiefel“, schmunzelte er gut gelaunt – Dittmer-Scheele musste zugeben, dass sie diesen Tag eher verdrängt habe.

Jeweils 15 Jahre lang waren Klaus Dieter Masselink (l.), Angelika Dorsch und Manfred Lieder im Rat aktiv.

Final ehrte sie dann Frick, der ebenfalls auf 40 Jahre Aktivität im Ortsrat und 30 Jahre als Ortsbürgermeister zurückblickt. Auch er wurde für seinen außerordentlichen Verdienst geehrt. „Damals wurde per Los entschieden, dass du gewählt wirst“, wusste Dittmer-Scheele eine Anekdote von den Anfängen zu berichten. Dies sei im Nachhinein ein Glück für alle gewesen. „Ja, es gab eine Patt-Situation – und dann wurde gelost“, bestätigte Frick. „Es hat mir immer viel Spaß gemacht, mit euch zu arbeiten“, meinte er. Es hieße zwar immer, Kommunalpolitik sei ein schmutziges Geschäft, doch er könne das nicht bestätigen. „Wichtig ist es, dass man sich auseinandersetzt. Und wichtig ist es auch, nicht immer zu allem ,Ja’ zu sagen“, führte er weiter aus. „Was ich in all den Jahren alles erlebt habe, das würde noch nicht mal in ein Buch passen.“ Er bedankte sich für die Zusammenarbeit.

Mit diesem bewegenden Moment endete der offizielle Teil, abschließend gab es noch ein gemeinsames Mahl und Zeit, dabei an all die schönen und manchmal auch anstrengenden Momente zurückzudenken.

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