Im Dialog: MdL Elke Twesten ruft Frauen zum Engagement in der Kommunalpolitik auf

„Frauen gehen in die Politik, um etwas zu bewegen“

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MdL Elke Twesten (v. r.) und Jutta Gerken vom Aktivkreis hatten zur Diskussion eingeladen.

Scheeßel - Dass sie eine Politikerin ist, die aus eher ungünstigen Umständen eine positive Situation schaffen kann, hat die Landtagsabgeordnete Elke Twesten (Bündnis90/Die Grünen) am Mittwochabend im Scheeßeler Hof gezeigt: Zu ihrem gemeinsam mit dem Aktivkreis organisierten Vortrag „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ waren zwar nur ein Dutzend Interessierte gekommen; Twesten nutzte jedoch die Gelegenheit, eine lebhafte Talk-Runde daraus zu machen.

Als frauenpolitische Sprecherin im Landtag ist sie im gesamten Bundesland mit dem Mentoring-Programm zur Kommunalwahl 2016 „Politik braucht Frauen“ unterwegs. Niedersachsen gehört zu den Schlusslichtern in der Statistik, wenn es um das Wirken von Frauen auf politischer Ebene geht: Mit gerade mal 20 bis 30 Prozent, so die Scheeßelerin, sei das weibliche Geschlecht schlichtweg unterrepräsentiert. Obwohl viele ehrenamtlich in Elternräten, Vereinen, sozialen Einrichtungen oder Bürgerinitiativen mitwirken und dadurch beste Voraussetzungen mitbringen würden, wagten sie meist nicht den Schritt in die Politik. „Frauen bringen so viele Fähigkeiten mit und zeichnen sich zudem durch eine hohe Sozialkompetenz aus, wo Männer oft nicht mithalten können“, meinte Twesten und führte fort: „Männer gehen in die Politik, um etwas zu werden, Frauen jedoch, um etwas zu bewegen – das ist doch die beste Voraussetzung für ein ehrliches Engagement.“

Politisches Wirken könne auch ganz langsam beginnen, machte Twesten an ihrem eigenen Einstieg deutlich: Als Elternsprecherin hätte sie mit Erfolg den Parkplatzbau am Kindergarten Beekstieg durch einen Bürgerentscheid verhindert und sei dann Schritt für Schritt ihren politischen Weg gegangen. Im Weiteren hätte sie als Ratsfrau der Gemeinde Scheeßel und Kreistagsabgeordnete umfassende, nicht nur immer positive persönliche Erfahrungen in dem von Männern dominierten Berufsfeld Politik gesammelt. Sie habe sich aber dadurch nie abschrecken lassen, sondern sich eher angespornt gefühlt, die Position der Frauen zu vertreten. „Durch die herausragenden Leistungen der Politikerinnen in den letzten Jahrzehnten ist die Akzeptanz von Frauen in der Politik inzwischen besser geworden, und ich kann nur sagen, dass es in Abwägung aller privaten und beruflichen Überlegungen für mich eine sehr gute Entscheidung war, denn das politische Engagement hat mein Leben ungemein bereichert.“

Frauen, die sich angesprochen fühlen, können über die Webseite von Elke Twesten Kontakt mit ihr aufnehmen.

uj

www.elke-twesten.de

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