Vorbereitungen für Aktion in Lauenbrück laufen auf Hochtouren

Dezentrales Impfen: Piksen in der Sporthalle

Die Sporthalle an der Fintauschule Lauenbrück.
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Die dezentralen Corona-Impfungen, die die Samtgemeinde Fintel und die Gemeinde Scheeßel im Schulterschluss organisieren, finden am Donnerstag und Freitag nächster Woche in der Sporthalle an der Fintauschule Lauenbrück statt.

Lauenbrück/Scheeßel – Gespannt blicken die Samtgemeinde Fintel und die Gemeinde Scheeßel auf die anstehende Impfaktion in der kommenden Woche. Am 18. und 19. März bekommen Senioren über 80 Jahre die Möglichkeit, sich dezentral impfen zu lassen. Recht kurzfristig müssen die Kommunen nun die Organisation vorab regeln und den reibungslosen Ablauf in der Sporthalle der Lauenbrücker Fintauschule vorbereiten.

In der Samtgemeinde Fintel, so gab Bürgermeister Tobias Krüger am Donnerstagabend in einer Ratssitzung bekannt, seien es noch theoretisch 312 Bürger, würden alle das Angebot, welches in Kooperation mit den mobilen Impfteams vom Impfzentrum des Landkreises durchgeführt wird, annehmen. Und die hätten zunächst über das Prozedere informiert werden müssen. Anfang der Woche, gleich nach Bekanntwerden, dass beiden Kommunen die Möglichkeit eingeräumt wird, seien entsprechende Schreiben verschickt worden. Um eine Online-Rückmeldung zu ermöglichen, habe die Verwaltung auch in kurzer Zeit ein Online-Formular entwickelt. Nun haben die angeschriebenen Senioren in Scheeßel noch bis Samstag (12 Uhr) und in Fintel noch bis Sonntag (ebenfalls 12 Uhr) Zeit, den Verwaltungen die Rückmeldung zukommen zu lassen.

Nach Eingang der Anmeldungen, erklärte Krüger den weiteren Ablauf, werde wohl noch am Sonntag, „quasi über Nacht“, die Terminvergabe im Rathaus organisiert. Straßenweise erhalten die „Impflinge“ ihre Zeit, wann sie den Piks in der Sporthalle bekommen. Ab Montagmittag sollen die Termine verteilt werden, wobei in dem Schreiben nicht nur der für die erste, sondern auch für die zweite Spritze vermerkt ist. Dafür ist übrigens am 8. und 9. April eine weitere Impfaktion in Lauenbrück vorgesehen.

Die Rückantwort könne nicht per Post rausgeschickt werden, „dann kommt sie vermutlich erst nach dem Termin an“, so Krüger. Die Verteilung müsse also anderweitig organisiert werden. Die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden hätten sich bereit erklärt, die Verteilung ab Montagmittag in ihren Ortschaften zu übernehmen oder zu organisieren. Es gibt viel zu tun im Vorfeld. „Das ist alles ziemlich sportlich“, fasste Krüger zusammen.

Die Lokalität hätten die beiden Kommunen in der vergangenen Woche zügig gefunden. Die Sporthalle der Fintauschule, erklärte der Verwaltungschef, böte sich dafür sehr gut an. Neben der Fintauschule seien als möglicher Standort auch die leer gefallenen Raummodule am Scheeßeler Speckfeldweg in Betracht gezogen worden. „Für dieses Mal haben die Fachleute aber die Sporthalle in Lauenbrück auserkoren.“ Schulleiter Frank Lehmann habe direkt Unterstützung zugesagt. Der Sportunterricht könne dann draußen oder theoretisch stattfinden.

Aber auch darüber hinaus sei laut Krüger viel Hilfe vor Ort nötig: Auf dem Parkplatz müsse für Ordnung gesorgt und am Eingang Fieber gemessen werden. „Wir schaffen Kapazitäten für 800 Impfungen an zwei Tagen“, verdeutlichte er. Die Feuerwehren der Kommunen hätten schon ihre Unterstützung zugesagt. Verwaltungsmitarbeiter würden eingesetzt, um die Dokumente zu überprüfen und die Bürger zu identifizieren. „Das ist ein großer logistischer Aufwand.“

Möglicherweise wird es bei der einen Aktion nicht bleiben. „Ich persönlich hoffe natürlich, dass wir auch in Zukunft unterstützen können“, äußerte der Bürgermeister die Hoffnung, das örtliche Impfzentrum weiter betreiben zu können.

Zwar würden auch die Hausärzte voraussichtlich bald anfangen zu impfen, doch „nicht jede Praxis hat die Kapazitäten dafür“, so sein Eindruck aus Gesprächen mit Medizinern. Vielleicht könne die Sporthalle den Ärzten ebenfalls zur Verfügung gestellt werden oder es könnten weitere, konzentrierte Aktionen für die Über-70-Jährigen und die weiteren Gruppen organisiert werden. Ab April finde Schulsport ohnehin draußen statt, sodass die Halle zur Verfügung stünde. Die Herausforderung, schätze er schon jetzt ein, werde sein, genügend Helfer zu mobilisieren.

Auch Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) nutzte am Donnerstag in einer Ratssitzung die Gelegenheit, um auf das Kooperationsprojekt mit der Nachbarkommune hinzuweisen. Ihr bisheriges Fazit: „Die Telefone laufen bei uns heiß.“ Die Menschen seien dankbar, dass ihnen eine solche Möglichkeit eingeräumt werde.

Ja, auch für ihre Verwaltung erfordere das Ganze kurzfristig nun sehr viel Arbeit, „aber wir machen das gerne“. Nach der Koordination der Terminvergabe sollen die Termine den Interessenten Anfang kommender Woche schriftlich mitgeteilt werden. „In Notfällen können wir auch mit Fahrdiensten behilflich sein, das ist aber nur sehr eingeschränkt möglich.“ Wichtig sei es ihr, darauf hinzuweisen, dass jene Bürger, die schon einen festen Impftermin im Zevener Zentrum hätten, dieses Angebot dort auch weiterhin wahrnehmen müssten. „Dort ist ein Wechsel zu einem dezentralen Impfen bei uns nicht mehr möglich, wohl aber für solche Menschen, die bisher lediglich auf der Warteliste stehen.“ Die Zufahrt zur Halle, erklärte sie abschließend, werde von Scheeßel aus ausgeschildert sein.  

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