Abbendorfer können sich zu Windpark-Erweiterung äußern

Der Elsdorfer Windpark wächst

Der Windpark in Elsdorf besteht bereits. Nun soll er um zwei Anlagen erweitert werden, was auch Auswirkungen für Abbendorf haben dürfte – wenn auch nur in geringem Maße.
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Der Windpark in Elsdorf besteht bereits. Nun soll er um zwei Anlagen erweitert werden, was auch Auswirkungen für Abbendorf haben dürfte – wenn auch nur in geringem Maße.

Hetzwege – Um zwei Windkraftanlagen soll der Windpark in Elsdorf wachsen. Und weil dieser an Abbendorf angrenzt, bekommen auch die dortigen Bürger sowie die Gemeinde Scheeßel die Gelegenheit, sich im Planungsverfahren dazu zu äußern.

Viele Einwände hatten die Hetzweger und Abbendorfer Ortsratsmitglieder nicht am Mittwochabend in ihrer Sitzung. Allerdings kann die Gemeinde Scheeßel auch nur begrenzt Einfluss nehmen. „Die Standorte liegen innerhalb der Erweiterungsfläche des Vorranggebiets Windenergie Elsdorf, also die Fläche ist im Raumordnungsprogramm als solche ausgewiesen“, erklärte Bauamtleiterin Birgit Gramkow dazu.

Die beiden geplanten Windkrafträder würden sich zu den bestehenden zehn schon enorm unterscheiden, denn sie werden mit einer Gesamthöhe von 238,5 Metern deutlich größer. Außerdem feuern sie nachts nicht durchgehend, um für Flugzeuge sichtbar zu sein, sondern werden mit einem bedarfsgesteuerten System ausgestattet.

Die Gemeinde hat für die Stellungnahme im Planungsverfahren die für sie relevanten Umwelteinwirkungen geprüft. Genauer, den zu erwartenden Lärm und den Schattenwurf, der für die Abbendorfer bemerkbar wäre. Im Ergebnis ließe sich sagen, so Gramkow, dass etwa die Hälfte der Abbendorfer mit einer Lärmbelästigung rechnen müsste, wobei von maximal 35 Dezibel ausgegangen werde. Das sei nicht erheblich. Vom Schattenwurf seien die Abbendorfer hingegen nicht betroffen. „Die Gemarkung liegt auch ein bisschen entfernt“, so Gramkow.

So ganz sei das Ausmaß nicht zu begreifen, welchen Unterschied die neuen Anlagen machen, meinte Eckhard Behrens. Wirklich weit sei es aber gar nicht vom letzten Haus in Abbendorf bis zu den Windrädern, informierte Hermann Hilken. Der Abbendorfer sei schon überrascht gewesen, als er in den Planungen gesehen habe, wie nah die Anlagen tatsächlich seien. „Da habe ich eigentlich nichts gegen“, betonte er. Dennoch, möglicher Lärm und Schattenwurf könne für künftige Bauwillige abschreckend wirken. „Abbendorf wird doch letztendlich in der Entwicklung beeinträchtigt“, so seine Befürchtung. Er sehe die Nähe zu seinem Wohnort nicht gerne, allerdings seien die Chancen für erfolgreichen Einspruch aufgrund der Tatsache, dass der Bereich nun mal Teil des Regionalen Raumordnungsprogramms ist, wohl gering. „Wer sich schlaumachen oder Einwände geltend machen möchte, sollte sich das sorgfältig durchlesen“, sagte Ortsbürgermeister Reinhard Frick und bezog sich auf die noch ausliegenden Planungsunterlagen. „Wie wirksam das sein wird, kann von uns jetzt noch keiner sagen.“

Die Bürger der Gemeinde Scheeßel haben noch bis zum 10. Mai Zeit, um sich die Unterlagen für die Erweiterung des Windparks anzusehen und eine Stellungnahme abzugeben. Die Unterlagen sind beim Landkreis auch online verfügbar, bei der Gemeinde Scheeßel im Rathaus. „Wer Interesse hat, kann sich gerne melden, dann vereinbaren wir einen Termin“, lud Gramkow ein.

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