Rallye-Teststrecke wider Willen

Der Rasen ist ramponiert – schon wieder

In Rallyefahrer-Manier haben Unbekannte den Rasen verwüstet.
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In Rallyefahrer-Manier haben Unbekannte den Rasen verwüstet.
  • Lars Warnecke
    vonLars Warnecke
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Westervesede – Gelegenheit macht Diebe, aber nicht nur die. Das wissen die Fußballer des SV Blau-Weiß Westervesede zum eigenen Leidwesen nur allzu gut. Zum wiederholten Mal, nachdem lange Zeit Ruhe herrschte, ist ihre Sportanlage jetzt erneut Ziel von Rowdys geworden, die meinten, mit ihren Fahrzeugen das Spielfeld einmal kräftig umpflügen zu müssen. „Driften“ nennt sich dieser fragwürdige Spaß, bei dem Auto- oder Motorradfahrer ihre Fahrzeuge so weit kontrolliert übersteuern, dass die Hinterreifen die Bodenhaftung verlieren. Das Ergebnis dieser Übungen ist nicht zu übersehen: Tiefe Rillen durchziehen den Fußballrasen. Die Übeltäter, die wegen der Spuren in den vergangenen zwei Wochen gleich mehrfach vor Ort gewesen sein müssen, blieben bei ihren Zerstörungsorgien stets unbeobachtet.

Laut Markus Weseloh, dem Vereinsvorsitzenden, hätte das Schadensmaß bei allem Übel aber noch schlimmer ausfallen können. „Und der Spiel- und Trainingsbetrieb ist gerade auch nicht das Problem, denn der pausiert ja noch.“ Was ihm und seine Mitstreiter eher umtreiben würde: Seit Anfang der Woche nutzt der Sportverein die freie Zeit, um die Anlage im Schulterschluss mit der Gemeinde Scheeßel und dem Maschinenring aufwendig zu sanieren. „Damit wir ab September hoffentlich wieder auf schönem grünen Rasen kicken können.“ Nur befürchteten die Blau-Weißen Weselohs Worten zufolge, dass das Spielfeld nach Fertigstellung gleich wieder ramponiert werden könnte. „Das wäre dann wirklich ärgerlich, weil wir in die Maßnahmen jetzt auch sehr viel Manpower reinstecken.“

Schon 2014 war es auf dem Westerveseder Sportplatz, der etwa einen halben Kilometer außerhalb des Dorfes recht abschüssig liegt und auch daher wohl für „Drifter“ ein willkommenes Testgelände darstellt, zu ähnlichen Vorfällen gekommen. „Damals, nachdem wir über die Zeitung und die sozialen Netzwerke auf die Sache aufmerksam gemacht haben, konnte der Täter tatsächlich ermittelt werden“, erinnert sich der 40-Jährige. Der habe für die verursachten Schäden auch aufkommen müssen. Auch jetzt hoffe sein Verein auf einen nützlichen Hinweis. „In erster Linie möchten wir aber, dass die Fahrer sich abgeschreckt fühlen, dass wir ernst machen und gemeinsam mit der Gemeinde als Eigentümerin der Liegenschaft bei der Polizei Anzeige erstatten werden, sollten wir die Leute erwischen.“

Wer diese Leute sein könnten, die da auf der Anlage rumrandalieren und mutmaßlich Sachschaden anrichten, davon hat der BW-Chef eine leise Vermutung: „Es werden wohl Ortskundige sein, wahrscheinlich Jugendliche, die gerade erst ihren Führerschein haben und etwas Neues ausprobieren wollen.“

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