Drittes Räubermahl in gemütlichen Ambiente wird von Mittelalterfans zelebriert

Deftiges in den Ohren und auf dem Teller

„Auf die Gesundheit“ – mit diesem Spruch versuchten sich die beiden Tafelrunden lautstark zu übertrumpfen. Foto: Hey

Scheeßel – Lieder, ebenso deftig wie die Speisen auf den beiden von Kerzen beschienenen Tafeln, die sich unter der Last von Haxen, Spareribs und zweier Ferkel bogen, lautes Gelächter und immer wieder die Rufe „Mundschenk“, Schankweib“ oder „Auf die Gesundheit“, zu denen die Tonkrüge mit Met in die Luft gereckt wurden – wer die Fenster des oberen Sitzungssaals im Scheeßeler Hof passierte, mochte sich in die Vergangenheit versetzt fühlen.

Die Idee des Räuberessens, das Wirtin Margitta Meyer aus ihrer vorigen Wirkungsstätte in Appel mitgenommen hatte, kam auch in der dritten Auflage hervorragend an. Rund 35 Gäste, rund die Hälfte davon Fans der ersten Stunde, kamen in den Genuss der deftigen kulinarischen und musikalischen Verlockungen zwischen Schunkellied, Irish Stew im Brot und Hähnchenkeulen. Bänkelsänger und Zeremonienmeister Sören Vogelsang, Star der Mittelalter-Musikszene und ebenfalls seit der ersten Auflage dabei, ging mit der Gitarre auf Tuchfühlung zum Publikum, stellte sich immer wieder an einen der Tische und genoss sichtlich, dass das Feiervolk nicht in nur die einschlägigen Songs wie von Versengold, sondern auch das eigene Material textsicher miteinstimmen konnten. Unter seinen Fans: Niklas Alt aus Fulda, der mit gut 500 Kilometern wohl die weiteste Anreise auf sich genommen hatte.

Der Hobbymusiker hatte über ein Forum im Internet vom Auftritt seines Idols gehört. „Ich hatte frei, wollte immer schon mal an einem Räuberessen teilnehmen und dann spielt hier auch noch Sören – da passt einfach alles“, befand der Mittelalterfan. Kevin Schwenkler, ein Gleichgesinnter aus Bad Bevensen, mit dem er sich im Internet zu diesem Ausflug verabredet hatte, pflichtete bei: „Das ist garantiert nicht unser letzter Abstecher hierher.“

Der Wettstreit der beiden Tafelrunden, wer lauter feiern konnte, sollte am Ende nicht eindeutig zu klären sein – dass sich am Ende alle als Sieger empfanden, darf Gastgeberin Meyer als Kompliment für sich und das außergewöhnliche kulinarische Erlebnis werten.  hey

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