Ortsrat bewilligt Zuschuss für Defibrillator-Kauf / Standort im Feuerwehrhaus

Ein Defi für Abbendorf

Der Defibrillator, wie er vom Landkreis und von der Sparkassenstiftung bezuschusst wird, ist in einer Erste-Hilfe-Tasche verstaut.

Abbendorf - Von Lars Warnecke. In einer handlichen roten Tasche hängt das Gerät unter einem grünen Schild mit einem Herz, einem Blitz und einem Kreuz an der Wand. Im Ernstfall kann es Leben retten. In der Einheitsgemeinde gibt es Defibrillatoren, kurz Defis, schon an vielen öffentlichen Orten im Notfall griffbereit – sowohl im Kernort als auch in den Ortschaften. Nun will auch Abbendorf nachziehen. Auf Antrag des Dörpsvereins soll der kleine Lebensretter angeschafft werden, der auf Knopfdruck einen Elektroschock abgibt, um ein aus dem Takt geratenes Menschenherz wieder in seinen normalen Rhythmus zu bringen.

Warum, das erörterte Ortsratsmitglied Eckhard Behrens, zugleich Vorstandsmitglied im Dörpsverein, in der jüngsten Ortsratssitzung. „Wir finden die momentane Situation einfach nicht zufriedenstellend.“ Als Standort hätten er und seine Mitstreiter sich das im Dorf zentral gelegene Feuerwehrhaus auserkoren. Derzeit würden dazu mit den Abbendorfer Brandschützern Gespräche laufen – auch darüber, dass ein Zugriff auf das rund 1 500 Euro teure Gerät, an dessen Kosten sich der Landkreis (zu 30 Prozent) und die Scheeßeler Sparkassenstiftung (zu 20 Prozent) beteiligen würden, sieben Tage die Woche 24 Stunden lang gewährleistet sein müsse. „Voraussetzung für eine Förderung durch die öffentliche Hand ist aber eine frostsichere Unterbringung“, bemerkte Behrens. Darüber hinaus müsste noch die Gemeinde als Hausherrin ihr Einverständnis geben. „Das heißt es jetzt zu klären.“

Wer denn später für die Unterhaltung des Gerätes zuständig sei, wollte sein Ortsratskollege Hermann Hilken wissen. Schließlich würden sich die laufenden Folgekosten erfahrungsgemäß auf jährlich 110 Euro belaufen. „Wenn es um die Unterhaltungskosten geht, werden wir als Verein dafür auch aufkommen“, gab Behrens zu verstehen.

Ortsbürgermeister Reinhard Frick (CDU) verdeutlichte, dass der Landkreis die Anschaffung tatsächlich nur dann fördere, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben seien – dazu zähle neben einer frostfreien Unterbringung zum Schutz der geräteeigenen Software auch jener Punkt, dass Bürger im Umgang mit dem Defi geschult werden müssen.

Auf die Frage von Ortsratsmitglied Christoph Steinke, was es kosten würde, den Standort frostfrei herzurichten, ließ Behrens wissen, dass es dazu noch keine Kostenaufstellung gäbe. „Unsere Idee, die wir forcieren, ist die, für das Gerät in einem Fenster im Feuerwehrhausanbau einen Stahlkorb einzubringen.“ Ebenfalls ließ er durchblicken, dass auch diese Maßnahme gefördert werde – und zwar zu 30 Prozent.

Damit der Dörpsverein mit den Planungen vorankommt, beschloss das Gremium, die Anschaffung des Defis mit 850 Euro aus Ortsratsmitteln zu bezuschussen. Über die Kosten, die mit einer Anbringung einhergehen werden, soll in einer der nächsten Sitzungen gesprochen werden.

„Es ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn das Gerät da ist“, verdeutlichte Eckhard Behrens. Der von einem Zuhörer vorgebrachte Einwand, im Landkreis sei noch nie ein Defibrillator zum Einsatz gekommen, könne er jedenfalls nicht nachvollziehen. „Das ist ja auch das Ziel, so kann es auch gerne immer weitergehen.“

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