Der SV Jeersdorf feiert die Einweihung seiner neuen Bogensporthalle

„Bundesliga, wir kommen“

Erfolgstrainer Jürgen Schneider setzt den ersten Schuss ins Gold.

Jeersdorf - Von Hannes Ujen. Mit der Einweihung der neuen Bogensporthalle setzte der SV Jeersdorf am Samstag einen weiteren Meilenstein in seiner Vereinsgeschichte. „Die Halle ist mit 45 Metern Länge und 20 Metern Breite ideal für unseren Sport“, berichtet Erfolgstrainer Jürgen Schneider erfreut.

Das imposante Bauwerk wurde nach bewährter Manier des SV im kostensparenden Mix von Alt und Neu erstellt, wie etwa aus einer ehemaligen Rotenburger Waschanlage oder alten Pflastersteinen vom Dodenhof-Parkplatz. „Wir verstehen Bausparen eben etwas anders,“ konstatiert der Vereinsvorsitzende Frank Rathjen, „und kommen mit unseren Eigenleistungen von 2 900 Stunden auf Gesamtkosten von nur 260.000 Euro.

Ohne die finanzielle Unterstützung vom Kreissportbund Rotenburg, der Gemeinde Scheeßel, des Landessportbundes Niedersachsen, der Sparkassenstiftung Scheeßel, des Ortsrates Jeersdorf, Jeersdorfer und Scheeßeler Unternehmen sowie Privatpersonen hätte diese Halle jedoch niemals entstehen können.

In seiner Begrüßung der rund 200 Gäste erinnerte Rathjen an den im November 2014 verstorbenen Vereinsvorsitzenden Uwe Lohse: „Uwes Wunsch war, dass wir uns dem Breitensport öffnen, denn er sah in den alleinigen Abteilungen von Kegeln und Fußball keine große Zukunft für den Verein.“

Die Jeersdorfer Bogenschützen haben in ihrer neuen Sporthalle ideale Trainingsbedingungen. - Fotos: Ujen

Diese Idee wurde 1999 positiv aufgenommen und im Vereinsblatt eine Umfrage gestartet, für welche Sportarten sich mindestens zehn Personen interessieren würden. Daraus entstand noch im selben Jahr die Aerobic-Abteilung mit der Leiterin Bettina Rathjen und ein Jahr später startete die erste Versammlung zum Thema Bogenschießen, aus der Frank Rathjen quasi „zum Spartenleiter ohne nennenswerte Kenntnisse“ hervorging.

Das notwendige Equipment wurde angeschafft, aber das Ergebnis der zehn Interessierten war mau, denn sie schossen ihre Pfeile aus kürzester Entfernung neben die Scheibe. Die nächste „Trainingseinheit“ sollte schicksalhaft sein, denn Michael Tofaute, Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft im Bogenschießen, gesellte sich zu ihnen.

Dort knüpfte Spartenleiter Friedhelm Raupach in seinem spannenden Resümee an: „Michael galt als der Robin Hood des Bogensports und hat uns gezeigt, wie man sogar aus 110 Metern die Scheibe noch voll in der Mitte treffen konnte. Dazu kam Jürgen Schneider, der als Spartenleiter das Bogenschießen erfolgreich aufbaute.“

Schnell fanden sich talentierte Bogenschützen ein, die binnen weniger Monate am Wettkampfgeschehen teilnahmen und im Laufe der Jahre unzählige Erfolge errangen. Wichtig sei die tolle Trainingsmöglichkeit, die man nun mit der neuen Bogensporthalle erhalten habe. „Bundesliga, wir kommen zurück“, ist Raupach zuversichtlich.

25 Jahre SV Jeersdorf

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