Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele zieht Bilanz des Jahres 2014

„Bin stolz, dass wir gut haushalten“

Hat viele Pläne: Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele.
+
Hat viele Pläne: Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Das alte Jahr ist in wenigen Stunden zu Ende, für das neue Jahr bekommen wir alle gute Wünsche mit auf den Weg. Es ist eine Gelegenheit, das Vergangene Revue passieren zu lassen. Im Gespräch mit unserer Zeitung zieht Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) eine Bilanz des Jahres 2014.

Frau Dittmer-Scheele, ein ereignisreiches und spannendes Jahr in der politischen Gemeinde Scheeßel neigt sich dem Ende zu: Wie fällt Ihre Gesamtbilanz für 2014 aus?

Käthe Dittmer-Scheele: Durchwachsen. Die erste Jahreshälfte war vom Bürgermeisterwahlkampf und damit einhergehend scharfen Tönen einzelner Ratsfraktionen gegen Bürgermeisterin und Verwaltung gekennzeichnet. Einige aus meiner Sicht notwendige politische Entscheidungen wurden durch die Ratsmehrheit geschoben. Ich bin aber froh und dankbar, dass es uns allen nach der Wahl gelungen ist, uns auf konstruktive Arbeit zu konzentrieren. Das dürfen die Scheeßelerinnen und Scheeßeler und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Recht erwarten – und das sehe ich positiv.

Welches sind die wichtigsten Projekte, die im vergangenen Jahr begonnen werden konnten?

Dittmer-Scheele: Zunächst einmal ist mir wichtig, dass zwei Großprojekte abgeschlossen wurden: der Vahlder Weg und der Parkplatz mit Wasserspiel an der Zevener Straße. Die Breitbanderschließung ist dank unserer gemeinsamen Initiative mit dem Landkreis vorbildlich. An der Bauland-Entwicklung unserer Dörfer und an Gewerbegebietsausweisung haben wir intensiv gearbeitet. Über eine notwendige weitere Krippengruppe ist beraten, aber noch nicht entschieden worden. Investitionen bei den Feuerwehren und für den Bauhof sind getätigt. In der Beratung zu den Themen Abschluss neue Kernortmitte, Rathausfassade und DGH Westervesede sind wir einen Schritt vorangekommen.

Können Sie mit dem erreichten Stand da zufrieden sein?

Dittmer-Scheele: Ja und nein. Beim Grunderwerb für Gewerbeentwicklung und bauliche Entwicklung der Dörfer bin ich nicht zufrieden und werde gemeinsam mit dem Rat weiterhin beharrlich versuchen, die Hürden auszuräumen. Stolz bin ich, dass wir gut haushalten und Scheeßel schuldenfrei ist.

Und was waren für Sie die Stolpersteine in den zurückliegenden zwölf Monaten?

Dittmer-Scheele: Mir war es persönlich ein großes Anliegen, nach der Wahl erneut auf alle Ratsfraktionen zuzugehen, mich für eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohl unserer Gemeinde einzusetzen.

Ein weiteres Sorgenkind ist sicher auch die Erhöhung der Kreisumlage. Welche Auswirkungen hat die jetzt auf den Gemeindehaushalt?

Dittmer-Scheele: Wir müssen durch den kurzfristigen und damit willkürlichen Beschluss des Kreistages nun 165000 Euro mehr an den Landkreis abgeben und in unserem Haushalt nach Einsparungen suchen.

Was bleibt beim Blick auf 2014 in Ihrer persönlichen Erinnerung mit Priorität haften?

Dittmer-Scheele: Den traurigen Ausgang der Brandstiftung an der Gemeinschaftsunterkunft an der Bremer Straße, durch die ein Bewohner ums Leben kam, werde ich nicht vergessen. Aber auch die großartige breite Unterstützung, die ich im Bürgermeisterwahlkampf erfahren durfte und die Wiederwahl werde ich mit 2014 verbinden.

Die Umgehungsstraße ist auch 2014 wieder nicht gekommen. Wie ist denn da der Stand der Dinge?

Dittmer-Scheele: Bund und Land sind gefordert. Wir haben unsere Hausaufgaben lange gemacht, die anderen lassen sich viel Zeit. Aktuell hängt die Planung in einem Abstimmungsverfahren beim Bundesverkehrsministerium.

Kommen wir zum sozialen Bereich. Die Gemeinde musste sich verstärkt mit der Asylproblematik befassen. Das Thema Flüchtlinge drückt. Kann Scheeßel diese Aufgabe stemmen?

Dittmer-Scheele: Wir tun unser Bestes und hoffen weiter auf die gesellschaftliche Unterstützung.

Was sind die dringendsten Aufgaben im Haushalt 2015?

Dittmer-Scheele: Das wird der Rat am 5. Februar entscheiden. Mir ist wichtig, weiter vernünftig zu haushalten.

Und was haben Sie sich für das kommende Jahr vorgenommen?

Dittmer-Scheele: Wie immer habe ich ziemlich viele Pläne, das wichtigste ist mir persönlich aber, dass alle gesund und zufrieden bleiben.

Wie verbringt die Bürgermeisterin den Jahreswechsel?

Dittmer-Scheele: Sie werden es nicht glauben: Einfach mal privat.  

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Bootsurlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Bootsurlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Fotostrecke: Werder gegen Gladbach ohne Tore, aber mit Leidenschaft

Fotostrecke: Werder gegen Gladbach ohne Tore, aber mit Leidenschaft

So fährt sich der echte VW Bulli als Stromer

So fährt sich der echte VW Bulli als Stromer

Österreichs ursprüngliche Alpentäler

Österreichs ursprüngliche Alpentäler

Meistgelesene Artikel

Das Büffeln hat sich gelohnt

Das Büffeln hat sich gelohnt

Sanierungsfall Kläranlage

Sanierungsfall Kläranlage

Wegen Corona: Gemeinde Scheeßel das Kinderferienprogramm ab

Wegen Corona: Gemeinde Scheeßel das Kinderferienprogramm ab

Interview am Wochenende: Schulleiterin Susanne Enders geht in den Ruhestand

Interview am Wochenende: Schulleiterin Susanne Enders geht in den Ruhestand

Kommentare