Plakative Aktion zugunsten der alten Eichen

Bürgerinitiative möchte Bäume retten

Mit diesen Symbolen möchte die Bürgerinitiative auf die drohenden Fällungen aufmerksam machen.
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Mit diesen Symbolen möchte die Bürgerinitiative auf die drohenden Fällungen aufmerksam machen.

Scheeßel – 15 Mitglieder und Freunde der Bürgerinitiative „Scheeßel für den Planeten“ haben sich am Samstagnachmittag an der L 130 versammelt. Dabei wurde der Pinsel geschwungen, doch die Beteiligten hatten keineswegs vor, besonders kreativ zu werden oder gar handwerklich zu arbeiten. Stattdessen hatten sich die Teilnehmer der Aktion verabredet, um Kreuze auf Pappe malen. Diese wurden dann an die Bäume angebracht, die direkt an der Kreuzung Fuhrenkamp/L 130/Vareler Weg stehen und gefällt werden sollen – wenn es nicht doch noch anders kommt. „Wir fordern, dass die Bäume hier an der Straße nicht gefällt werden“, erläuterte Doris Rosenberg, zweite Vorsitzende des Vereins, den Hintergrund der Aktion.

Konkret geht es den Initiatoren um den Ausbau des Kreuzungsbereichs. Die Gemeinde plant, mit Abbiegespuren vom Scheitelpunkt der Kreuzung mit einer Länge von etwa 110 Metern in beide Richtungen der Landesstraße die Straße zu verändern. „Wir wollen definitiv verhindern, dass die Planung der Gemeinde in der jetzigen Form umgesetzt wird“, so Rosenberg. Die Abbiegespur sei nicht notwendig, die jetzige Ampel, reiche aus. „Es gibt Vorbilder aus anderen Städten, da wurden auch andere Lösungen gefunden“, ergänzte eine weitere Unterstützerin die Informationen – man könne zum Beispiel das Ortsschild versetzen.

„Scheeßel hat sich die Eichenblätter auf die Fahne geschrieben und nun sollen hier ausgerechnet diese teilweise mehr als 100 Jahre alten Eichen gefällt werden“, führten die engagierten Anwohner weiter aus. „Diese Straße hier war schon einmal eine Straße, an der nur 50 km/h gefahren werden durfte. Dementsprechend sollte es möglich sein, das wieder einzuführen“, meinte Dorit Harms, eine weitere Anwohnerin. „Wir haben als Bürgerinitiative 600 Aufrufe verteilt und 400 Rückläufer bekommen, das ist eine gute und recht deutliche Resonanz“, schilderte auch Wolfgang Schuhmacher, ebenfalls in der Bürgerinitiative aktiv. Man verstehe außerdem nicht, warum jetzt eine Lärmschutzwand an der Straße entstehen soll. Schließlich schluckten die Bäume den Lärm wesentlich besser. Keine Frage, die Anwesenden sind mehr als überzeugt davon, dass die Bäume zwingend bleiben müssen.

„Die Gemeinde selbst hat im Bebauungsplan, den es zu dem Gebiet hier gibt, die Bäume als wertvoll und erhaltenswert beschrieben“, echauffierte sich Schumacher. Wann es in der Sache weiter gehe, wisse man nicht, es gebe vonseiten der Gemeinde kein konkretes Datum hinsichtlich der weiteren Entscheidungen. Um aber bis dahin auf das Ungemach aufmerksam zu machen, wurden die Kreuze an den Bäumen angebracht.  jtb

Hans Brauns, Doris Rosenberg, Wolfgang Schumacher und Anne Rathjen bei der Arbeit.

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