„Interesse der Bevölkerung dokumentieren“

Bündnis „Scheeßel für den Planeten“ sammelt Unterschriften gegen geplante Baumfällungen

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Annerose Rathjen erläutert einem Interessierten die geplanten Maßnahmen der Gemeinde.

Über mangelnde Resonanz konnte sich das Bündnis „Scheeßel für den Planeten“ am Samstag nicht beschweren. Zuweilen hatte sich sogar eine kleine Schlange derer gebildet, die sich an der Unterschriftenaktion gegen die Fällung von rund 40 Eichen an der Landesstraße 130 im Zuge der Erschließung des Neubaugebietes Fuhrenkamp beteiligen wollten.

Scheeßel – Wobei Unterschriften gar nicht zu Papier zu bringen waren, sondern nur Name und Anschrift. Einen rechtsgültigen Charakter hat die Aktion der Baumschützer nämlich nicht: „Hier geht es nicht um einen Bürgerentscheid oder einen Einwohnerantrag, sondern darum, mit den Massen an Listeneinträgen zu dokumentieren, welches Interesse in der Bevölkerung besteht“, erklärt Sabine Berger vom Bündnis.

Weitgehende Einigkeit bestand bei den Unterzeichnern zumindest in dem, was das vor gut einem Jahr gegründete Bündnis zu verhindern sucht, nämlich die Fällung der Eichen, die einer Lärmschutzwand und zwei Linksabbiegerspuren weichen sollen. „Die sollen alles so lassen, wie es ist“, war mehr als einmal zu hören.

Rainer Balzer, der den Stand mitbetreute, würde einen Tunnel oder eine Überführung favorisieren. Die Gegenargumente eines Planungsbüros in einer öffentlichen Sitzung, nämlich erhöhte Suizidgefahr bei einer Brücke beziehungsweise Überfallrisiko beim Tunnel, kann er nicht nachvollziehen.

So gut sich die Vertreter des Bündnisses mit Planungsunterlagen und Schautafeln vorbereitet hatten – viele Fragen derer, die zum Teil extra zum Unterzeichnen gekommen waren, blieben offen. „Wird das jetzt akut?“, wollte einer wissen. „Die Bürgermeisterin hat uns zu verstehen gegeben, dass in den nächsten Monaten wohl noch nichts unternommen wird“, so Annerose Rathjen. Sie hat „die Hoffnung nicht aufgegeben, auf legalem Wege ein Umdenken zu bewirken.“ So hält sie die Rechtmäßigkeit der Planung auf Grundlage eines alten Flächennutzungsplans für zweifelhaft.

Bereits nach einer Stunde hatten sich mehr als 70 Menschen aus Scheeßel und unmittelbarer Umgebung eingetragen, die Listen wurden knapp. Die meisten waren im Bilde, diskutiert wurde trotzdem. Friedrich Cordes war einer der wenigen Andersdenkenden, die keinen Bogen um den Stand machten. „Ich plädiere dafür, dass man demokratisch getroffene Entscheidungen akzeptiert. Sonst kommt man gar nicht voran, weil alles blockiert wird“, so der Scheeßeler.

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