Ferienkinder zu Besuch beim Modellflugverein Ikarus aus Ostervesede

Bruchlandung inklusive

René Schlüter erklärt den Schülern sein Flugzeugmodell, das wenige Minuten später auf dem Acker zerschellt. Foto: go

Ostervesede – Wie abhängig Modellflieger von einer gut funktionierenden Technik sind, das haben am Sonntag die zehn Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 16 Jahren direkt auf dem Modellflugplatz in Ostervesede erfahren: Kaum hatte der zweite Vorsitzende des Vereins „Ikarus“, René Schlüter, sein selbst gebautes Holzmodell in die Lüfte steigen lassen, setzte plötzlich die Fernbedienung aus. Und so zerschellte das mit viel Herzblut gebastelte Fluggefährt auf dem Acker gleich neben dem Flugareal. Dabei hatte Schlüter den Teilnehmern der Ferienprogrammaktion noch kurz vor dem Start erklärt, wie stolz er auf seinen Eigenbau sei. „Das Modell ist nach dem Absturz völlig dahin – das kann immer mal passieren, und auch das gehört zum Modellfliegen dazu“, sagte er und machte dem Nachwuchs klar, dass beim Modellflug, wie auch bei einem richtigen Flugzeug, Pilotenfehler und technische Defekte gefährliche Situationen auslösen können. Zudem bereiteten teilweise kräftige Windböen am Nachmittag selbst den Profis einige Schwierigkeiten.

Damit die Kinder, die bislang eher einmal ein ferngesteuertes Auto oder eine Drohne gelenkt haben, eines dieser kleinen Fluggeräte überhaupt per Funk bedienen können, trainierten sie zunächst mit Mitgliedern des Vereins an einem computergesteuerten Simulator.

Danach ging es dann ab aufs Flugfeld. Jeweils ein Ikarus-Mitglied mit einer sogenannten „Lehrer/Schüler-Systemführung“, welche auf Knopfdruck die Fernsteuerung des Schülers ausschaltet, übte mit den angehenden Piloten stressfrei und ohne Angst vor einem Absturz. „Das Modellfliegen der Anfänger unter Anleitung eines erfahrenen Ikarus-Piloten gibt Sicherheit“, so Schlüter.

Vor dem Flugfeld präsentierten die Vereinsmitglieder ihre stolze Flotte an Modellen, die vom Helikopter bis zum Jet reicht. „Die Flugzeuge werden umweltfreundlich mit E-Motoren angetrieben“, meint der Vorsitzende. Die Zeiten der stinkenden Nitro-Motorenantriebe würden der Vergangenheit angehören.

Den Schülern machte die Aktion viel Spaß. Der Verseinsvorstand von Ikarus hofft nun, bei den jungen Menschen das Interesse an der Modellfliegerei geweckt zu haben und will auch in Zukunft auf Nachwuchsgewinnung durch die Teilnahme am Kinderferienprogramm setzen. Weitere Infos im Internet: mfv-ikarus.de.  go

Fotos auf

www.kreiszeitung.de

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