Blutspende in der Grundschule Scheeßel / Indra Lottra versäumt kaum einen Termin

„Das wollte ich auch schaffen“

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Indra Lottra geht regelmäßig zur Blutspende.

Scheeßel - Mit einem kleinen Piekser Gutes tun – dazu hatten die Scheeßeler Blutspender am Donnerstag wieder fünf Stunden Zeit. Eine, die kaum einen Termin versäumt, ist Indra Lottra. Mittlerweile ist die Spende für sie sogar zur Passion geworden.

Kurz nach 18 Uhr in der Grundschul-Aula: Astrid Meyer erfasst die ankommenden Blutspender auf ihrem Laptop: „Seit Beginn haben wir 78 Personen registriert.“ Alfreda Menzel ist zur gleichen Zeit für das Stärkungsbüfett in der Mensa zuständig: „Es läuft schleppend an. Das habe ich in meiner 20-jährigen Tätigkeit so noch nicht erlebt. Es liegt vielleicht an den Zeugnisferien und dem aus der Reihe laufenden Donnerstagstermin.“

Im Laufe des Abends sollen es dann aber doch noch 136 Spender werden, darunter neun Erstspender. Betreut werden sie von den 15 ehrenamtlich tätigen Damen des Scheeßeler DRK-Teams und medizinisch versorgt vom Blutspendedienst aus Springe mit zehn Fachkräften, darunter zwei Ärzten.

Bevor sie alle zu potenziellen Lebensrettern werden, müssen sie noch ein paar Stationen durchlaufen: Registrieren, Spenderpässe einscannen und den Fragebogen ausfüllen. Es folgt ein kurzer Gesundheitscheck mit Messung von Blutfarbstoff und Körpertemperatur. Der diensthabende Arzt Hans Lefèvre misst Puls und Blutdruck: „Wenn alle Befunde okay sind, steht der Blutspende nichts mehr im Weg. Ist der Check-up nicht zufriedenstellend, empfehlen wir eine Kontrolle beim Hausarzt.“ Sollte man sich nicht sicher sein, weil man eventuell Kontakt zu Risikogruppen hat oder einer solchen angehört, könne man sich seinen Worten nach auch gegen die Weitergabe der eigenen Blutspende entscheiden. Das Blut werde aber trotzdem untersucht.

Mit Untersuchungsröhrchen und Blutbeutelsystem ausgestattet, wird schließlich die Blutspende entnommen. Ein kleiner Pieks und innerhalb von fünf bis zehn Minuten ist ein halber Liter vom lebensrettenden Blut abgezapft.

Indra Lottra hat soeben ihre 100. Blutspende hinter sich gebracht. „Ich hab‘s geschafft“, freut sich die 53-jährige Sachbearbeiterin, die seit 2013 in Scheeßel wohnt. „Alles geht zurück auf das Jahr 1981 im thüringischen Stadtroda, als mein damaliger Schwimmtrainer stolz von seiner 100. Blutspende berichtete.“ Ihre Mutter habe ihr damals erklärt, dass das insgesamt „fünf Wassereimer voll“, also 50 Liter seien. „Das wollte ich auch schaffen. Jetzt ist es mein Ziel, 150 Blutspenden zu leisten.“

Außer Lottra wurden noch Manfred Henning aus Wittkopsbostel für seine 110. Blutspende und Friedrich Cordes für seine 75. Blutspende geehrt.

hu

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