„Wildwuchs“ einen Riegel vorschieben

Bloß keine Spielhallen im Erdgeschoss

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Die Spielhalle an der Bahnhofstraße findet ihr Publikum – wenngleich das Gebäude mit seinen zugeklebten Fenstern nur einen wenig einladenden Eindruck macht.

Scheeßel - Spielhallen – oft ist es schon der optische Eindruck, an dem sich mancher Bürger stört. Zwar füllen die Zockerbuden Leerstände, aber im Ortsgespräch sind sie dennoch vielfach nicht wohlgelitten. Im Beeke-Ort, in dem gegenwärtig nur eine Spielothek an der Bahnhofstraße ansässig ist, sorgt dies für weniger Diskussionen. Allerdings, erklärte Gemeindebauamtsleiter Joachim Köhnken am Donnerstagabend während einer Bürgeranhörung zum Thema: „Generell beobachten auch wir eine zunehmende Nachfrage nach entsprechenden Standorten.“

Schon vor zwei Jahren hatte der Scheeßeler Verwaltungsausschuss einen Beschluss für die Aufstellung eines einfachen Bebauungsplans mit der Nummer 71 gefasst, der eine weitere Ansiedlung von Spielhallen zwar nicht verhindern, zumindest aber für die Betreiber erschweren soll. „Der kommt nun mit Blick auf das von der Gemeinde aufgestellten Einzelhandelskonzepts zum Tragen“, erläuterte Annegrete Peeks von der Planungsgemeinschaft Nord (PGN) vor dem mit zwei anwesenden Bürgern recht überschaubaren Publikum. 

Um einem sogenannten „Trading-Down-Effekt“, also die Konzentration von Spielhallen, im zentralen Versorgungsbereich Scheeßels einen Riegel vorzuschieben, sollen diese sich künftig nur noch in Obergeschosslage ansiedeln dürfen. Vorrangiges Ziel der Planung sei es nicht, auf Interessenten abschreckend zu wirken, sondern „positiv für den zentralen Versorgungsbereich eine Erdgeschossnutzung zu fördern, etwa für Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen“. Kurzum: Alles, was für Scheeßel als Grundzentrum wichtig ist, soll gestärkt werden. Und das, so sieht es die Gemeinde mit Blick auf eine quartiersnahe Versorgung, könne eben nur in Erdgeschosslage, wo der Einzelhandel auf kurzen Wegen erreichbar bliebe, zielführend sein.

Mit der Neuaufstellung des Bebauungsplans 71 geht ebenso eine Anpassung zweier vorhandener Bebauungspläne einher, um so die Zulässigkeit von Spielhallen im Ort neu reglementieren zu können. In Gänze eine Ansiedlung von „Spielhöllen“ verbieten sei laut Köhnken jedenfalls nicht möglich. 

lw

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