Viel Einsatz für dreckige Autos

Tatkräftige Jugendfeuerwehr: Es blitzt und funkelt wieder

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Autofahrer durften sich über eine Handpolitur gegen klingende Münze im Sparschwein freuen.

Scheeßel - Ein glänzendes Auto, etwas Gutes tun oder eine gründliche Innenraum-Reinigung – es gab viele Gründe, am Wochenende der Tankstelle „Beeke-Tank“ am Feuerwehrkreisel einen Besuch abzustatten. Bereits zum sechsten Mal leisteten die Jugendfeuerwehren aus Scheeßel und Hetzwege am Autowaschtag Soforthilfe – und das mal nicht in einer brenzligen Situation, sondern an der Waschstraße.

„Eine Erfolgsstory wird fortgesetzt“, fasste Beeke-Tank-Geschäftsführer Frank Evers die Resonanz auf die jährliche Aktion zusammen. Neun Stunden lang schwangen die Jungen und Mädchen von der Jugendfeuerwehr den Staubsauger, schlugen Fußmatten aus oder kontrollierten den Reifendruck, während die etwas Älteren das Kontrollpanel der Waschstraße bedienten oder die Karossen zum Abschluss auf Hochglanz brachten – sehr zur Freude der Autofahrer. Viele von ihnen hatten sich den Termin schon vorgemerkt. Bereits am Nachmittag waren dreistellige Besucherzahlen zu verzeichnen.

Für Evers ist es fast eine Selbstverständlichkeit, nicht nur die Trinkgelder, sondern auch einen ganzen Tag lang die Einnahmen aus der Waschstraße an die Jugendfeuerwehr weiterzugeben, und das aus einem einfachen Grund: „Die verdienen sich das Geld hier ja auch redlich.“

Klopfen und saugen, was das Rohr hält

In der Tat: Jannek Gerdel und Iljas Conrad – beide seit einem knappen halben Jahr bei den Brandschützern, klopften und saugten, was das Rohr hielt. „Wir haben schon wesentlich Schlimmeres gesehen heute“, verriet Iljas nach dem Blick in ein besonders reinigungsbedürftiges Fahrzeug. Spitzenreiter sei das Innere eines Kleinbusses einer Großfamilie gewesen – „aber was soll‘s – es sind halt Kinder!“, meinte der elfjährige Jannek unverdrossen.

Während die beiden „Erstlingstäter“ mit insgesamt 22 Kameraden in kleinen Teams wirbelten, wurde auch der Infostand frequentiert. „Mit denen, die kommen, kommt man schnell ins Gespräch“, hat Jugendwart Alexander Trau festgestellt. Viele hätten konkrete Fragen, „nach dem, was wir machen, nach den Terminen der Übungsabende oder ob wir noch Jugendliche aufnehmen.“ Eltern, die sich für ihre Sprösslinge erkundigten, hatten Glück: Während die – neben der Unterstützung des Zeltlagers oder Zuschüssen zum Unterhalt des Busses ebenfalls finanziell bedachte Kinderfeuerwehr schon eine Warteliste für Neuzugänge führt– ist bei den Jugendlichen noch etwas Luft: „25 Kinder haben wir derzeit, bis zu 30 wäre machbar“, so Trau. Johannes Mahnken ging es vor allem um ein sauberes Auto: „Durch die Waschstraße bin ich gestern schon gefahren“, meint der er, „aber ein auch von innen sauberes Auto – das ist natürlich super.“ 

hey

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