Nachbarin von Scheeßeler Kik-Filiale empört sich über Unrat vor der eigenen Haustür

Mit Blick auf die Müllhalde

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Monika Lohfing hat die Nase voll.

Scheeßel - Monika Lohfing hat die Nase voll. Direkt neben ihrem Haus am Scheeßeler Mühlenkamp, in einer schmalen Gasse, die an die Hauswand der Kik-Filliale grenzt, sieht es wie bei „Hempels unterm Sofa“. Glasscherben, Papier , Zigarettenstummel und Fäkalien so weit das Auge reicht. „Muss das so aussehen?“, fragt die Scheeßelerin.

Noch im Herbst war für Lohfing die Welt vor der Haustür einigermaßen in Ordnung. „Damals ist auf Betreiben von Kik hin wenigstens noch regelmäßigung eine Reinigungsfirma gekommen, die den ganzen Schweinkram weggeräumt hat“, erzählt sie. Hinterlassenschaften, die sie einer in der Nachbarschaft hinlänglich bekannten Gruppe zuordnet, die sich regemäßig zu Trinkgelagen in dem von der Bundesstraße nicht einsehbaren Bereich direkt am Gebäude treffen würde.

Dann, so die Scheeßelerin, habe es in dem Textil-Discounter einen Wechsel in der Filialleitung gegeben. „Und siehe da: Der Vertrag mit den Saubermachern ist gekündigt worden.“ Seitdem türmt sich der Müll quasi direkt neben ihrem Grundstück – und auch im eigenen Garten habe sie bereits die eine oder andere Schnapsflasche ausfindig gemacht. „Oft genug bin ich nun schon selbst in Gummistiefeln und mit einem gelben Sack losgezogen, um das Chaos zu beseitigen.“ Denn: Weder bei Kik noch bei der Gemeinde Scheeßel habe ihr Anliegen bisher Gehör gefunden, beklagt sich Lohfing. Letztere wolle erst einmal prüfen, ob sich der betroffene Streifen überhaupt in ihrem Eigentüm befindet, hieß es gestern aus dem Ordnungsamt. Vorher wolle man sich zu dem Thema auch nicht äußern. Eine in der Filiale beschäftigte Verkäuferin erklärte indes, die Reinigung sei ausschließlich Aufgabe des Vermieters der Filialimmobilie. Der sei ihr allerdings nicht bekannt – im Gegensatz zur Kik-Zentrale in Bönen. Doch dort mauern man: „Leider können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Kontaktdaten weiterleiten“, quittierte man gestern unsere Anfrage.

Nein, die Polizei habe Monika Lohfing bisher noch nicht hinzugezogen. „Vielleicht tue ich das jetzt, damit diese Chaoten, die vor allem nachts hier sind, endlich mal verschwinden.“ Was ihr in diesem Zusammenhang viel wichtiger sei: „Die Zugänge müssten einmal komplett dichgemacht werden!“

Immerhin, einen kleinen Fortschritt habe es Lohfings Worten nach bereis auf dem Gelände an der Bundesstraße gegeben. So sei auf ihre Bitte hin erst Ende letzter Woche der Hausmeister des Netto-Marktes ausgerückt, um einen am Parkplatz gelegenen Grünstreifen vom Unrat befreien.  lw

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