Bisher unterdurchschnittlicher Saisonverlauf in Fintel und Scheeßel

Freibäder hoffen auf „stabilen August“

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Nur wenige Besucher kommen in diesen Tagen ins Beeke-Bad nach Scheeßel. Dessen Schwimmmeister, Marcus Hils, erwartet in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Saison.

Fintel/Scheeßel - Von Matthias Röhrs. Wahrlich wenig los an diesem grauen Sommertag. Gerade einmal drei Schwimmer haben sich in das Scheeßeler Beeke-Bad getraut. Für Schwimmmeister Marcus Hils ist das in dieser Saison kein ungewohnter Anblick. Nach knapp drei Monaten der Saison sind die Besucherzahlen am Helvesieker Weg unterdurchschnittlich. Auch im Finteler Freibad im Wiesengrund laufen die Zahlen den Erwartungen hinterher.

„Mai und Juni waren schlechte Monate“, sagt Hils. 6200 Besucher sind im ersten Monat in das Beeke-Bad gekommen. Zwar nicht so wenige wie im Jahr 1996, wo nur etwa 3000 Gäste das Scheeßeler Bad in Anspruch genommen haben, aber auch weit entfernt vom Spitzenergebnis aus 2012, wo es 15700 waren. „Man merkt schon, dass der eine oder andere es zurzeit nicht schafft, sich aufzuraffen“, so der Schwimmmeister. Auch der Juni lief nur mäßig: 11500 Leute kamen. „Nicht berauschend, aber damit kann man leben“, sagt Hils. Im Juli, schätzt er, sind insgesamt 15000 Schwimmer ins Bad gekommen. Genaue Zahlen stehen noch aus.

Dass es gerade zu Anfang der Saison kühler war, schlägt sich in den Verkaufszahlen bei Jahreskarten nieder. In Fintel hat Schwimmmeisterin Michaela Bosse dort Einbrüche registrieren müssen. Etwas mehr als 350 Jahreskarten gingen bisher über den Tresen, im vergangenen Jahr waren es 460 Stück. „Es ist wirklich sehr ruhig hier“, berichtet Bosse. In diesen Tagen sind es meist die Stammgäste, die sich in den Wiesengrund trauen. „An heißen Tagen sind es mehr als 1600“, vergleicht die Schwimmmeisterin.

Die Ursache dieser Flaute liegt wohl im typisch norddeutschen Wetter, dass in diesem Sommer bisher vorherrscht. Aber nicht ausschließlich: „Zum einen ist es eine Wettersache, zum anderen merken wir auch, dass die Kinder länger Schule haben“, erklärt Hils.

Die beiden Schwimmmeister zählen nun auf den kommenden Monat. „Wir hoffen auf einen stabilen August für einen versöhnlichen Jahresabschluss“, so der Scheeßeler Schwimmmeister. Denn danach ist die Saison in beiden Bädern fast vorbei. Mitte September werden Beeke-Bad und Freibad im Wiesengrund die Tore schließen. Je nachdem, wie das Wetter mitspielt. „Wenn es dann noch warm ist, werden wir auch ein paar Tage länger auf bleiben“, sagt Bosse.

Anlass zur Freude machte in Scheeßel allerdings der 4. Juli. An diesem Tag zählte das Beeke-Bad genau 2001 Besucher – ein besonders gutes Ergebnis. Hils: „Das haben wir auch nicht jedes Jahr.“ 50000 Besucher bis zum Ende der Saison sollten seiner Einschätzung nach noch machbar sein. Die Erwartungen liegen dennoch hinter dem Wunschwert von 60000 zurück. „Es ist eine unterdurchschnittliche Saison“, bilanziert er.

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