Festival in Scheeßel

Hurricane-Bilanz: Müll-Rekordtief erreicht

Vorbildlich: Um die Müllberge klein zu halten, zeichnet sich auch bei den Besuchern ein Umdenken ab. Archivfoto: Heyne
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Vorbildlich: Um die Müllberge klein zu halten, zeichnet sich auch bei den Besuchern ein Umdenken ab.

Scheeßel - Nach dem Festival ist vor der Müllabfuhr: Wenn Zehntausende Menschen zusammenkommen, um tagelang zu campen, zu feiern und Musikbands live zu erleben, ist das ein großer Spaß. Dass dabei hunderte Tonnen Müll entstehen, ist weniger lustig.

Aber: Die Veranstalter lassen sich mittlerweile einiges einfallen, um die Müllberge klein zu halten, wie das aktuelle Beispiel Hurricane-Festival in Scheeßel zeigt. Hier hatte Veranstalter FKP Scorpio sein seit Jahren stetig verbessertes Nachhaltigkeitskonzept namens „Grün rockt“ dieses Mal um gleich mehrere Punkte erweitert und so insbesondere den Einwegplastikverbrauch erheblich reduziert, wie das Unternehmen jetzt mitteilte.

Nur 4,5 Kilogramm Müll pro Gast in Scheeßel

Generell sei der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch beim viertägigen Hurricane in diesem Jahr erstmals unterboten worden – von sonst sechs bis acht Kilogramm (die genaue Menge hänge laut Scorpio maßgeblich von der Wetterlage ab) auf nunmehr 4,5 Kilogramm pro Gast, was auch auf die ideale Witterung zurückzuführen sei. 

Derzeit sei man außerdem in der Lage, rund ein Drittel dieser Menge zurück in den Wertstoffkreislauf zu geben – ein Wert, der zukünftig noch gemeinsam mit dem Publikum gesteigert werden solle.

Einwegplastikverbot trägt Früchte

Mit neuen Vorgaben für Partner und einer breit angelegten Informationskampagne für Gäste habe man unter anderem den Plastikmüllverbrauch signifikant verringern können, heißt es aus der Hamburger Firmenzentrale. Dazu beigetragen habe ein Einwegplastikverbot für alle Händler, Sponsoren und Gastronomen, was unter anderem Strohhalme, Besteck sowie Rührstäbchen aus Plastik beinhaltet. 

Die Besucher selbst seien mit einer mehrteiligen Videokampagne online und vor Ort auf das Thema aufmerksam gemacht und dazu aufgefordert worden, entsprechende Produkte nicht selbst mitzubringen. Dies habe laut dem Veranstalter Wirkung gezeigt, wie man bei den Ende Juni erfolgten Reinigungsarbeiten festgestellt habe.

Großmagnet reinigt die Festivalfläche

Um insbesondere kleinteiligen Metallmüll effektiver verwerten zu können, habe nach dem Hurricane ein weiterer Testlauf stattgefunden: Mit einem auf einem Trecker montierten Großmagneten seien die Flächen besser und schneller gereinigt worden, als dass dies per Hand möglich wäre, zieht FKP Scorpio Bilanz. Ebenfalls neu sei die Einführung vom haushaltsüblichen Gelben Sack gewesen, wodurch die Effizienz der Sortierung nochmals gesteigert worden sei.

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