Bierkisten-Querstapeln auf dem Meyerhof: Weltrekordhalter Werkstattclub hat keine Chance

Junghandwerker stapeln länger

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Gegen die Junghandwerker hatten die Weltmeister keine Chance.

Scheeßel - Heimspiel für den Weltrekordhalter – und für seine Herausforderer. Schauplatz: das Außengelände vor dem Scheeßeler Meyerhof. Zum munteren Bierkisten-Querstapeln hatte der Heimatverein Scheeßel am Freitagabend geladen.

Die Junghandwerker, eine eigene Vereinsabteilung, waren dafür in voller Montur angetreten, um die Profi-Querstapler vom Werkstattclub Scheeßel das Fürchten zu lehren. Und so stellten sich nicht nur die Gegner, sondern auch die mehr als 100 Zuschauer ein-ander die Frage: Wer schafft mehr? Das Profiteam, das unlängst seine Stärken auch vor einem Millionenpublikum in der Fernsehshow „TV total“ unter Beweis gestellt hatte und nun zu Fünft gegen die Amateure angetreten war, legte gut vor: Insgesamt 52 Bierkisten brachte der Club am Ende in die horizontale Spur – und damit fünf weniger, als seine bisherige Bestmarke. Spannend war das dennoch allemal. „Vielleicht hätten wir vorher doch nochmal ein bisschen üben müssen“, kommentierte Teamchef Matthias Rathjen das Abschneiden im Anschluss augenzwinkernd.

Dann griffen die Junghandwerker, mit zehn Mann in doppelt so starker Besetzung und einem Altersdurchschnitt von immerhin schon 78 Jahren, zu den Behältern. „Trainiert haben wir nur ein einziges Mal – und das erst vorhin“, verriet Wolfgang Opitz. Dass die Truppe kräftig anpacken kann, hat sie schon mehrfach bewiesen, kümmern sich die betagten Herren doch seit jeher schon um die Instandhaltung des Museumsgeländes.

Bierkisten-Querstapeln in Scheeßel

Und so war es dann auch: Mit einem Schnaps vorab als „Dopingmittel“ ging das Team ans Werk. Schon nach wenigen Minuten stand fest, dass man mehr als nur 52 Bierkisten brauchen würde. Der querliegende Turm hielt, die Rekordhalter waren geschlagen. Am Ende zählte Heimatvereinsvorsitzer Uwe Wahlers, der das Geschehen kommentierte, ganze 58 Kisten, bevor das Gerüst in sich zusammenbrach. Die Freude unter den Junghandwerkern war groß, das Publikum spendierte tosenden Beifall.

Im Anschluss lud Wahlers die Anwesenden noch auf einen Imbiss in den Meyerhof ein – auch mit dem Ziel, dass sich der eine oder andere womöglich für eine Mitgliedschaft bei den Scheeßeler Brauchtumspflegern entscheidet. „Wir wollen deutlich machen, dass jeder bei uns mitmachen kann und jeder willkommen ist“, erklärte er.

lw

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