Westerescher Ortsrat will Poller im Wohltweg weder abgebaut noch ersetzt wissen

Betonklotz bleibt stehen

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Westeresch - Von Lars Warnecke. Rund einen halben Meter hoch, grau mit rot-weißen Reflektoren ist der Betonpoller auf dem Westerescher Wohltweg, der seit Wochen für Diskussionen sorgt. Geht es nach dem Ortsrat, dann ist die Sache jetzt jedoch klar: Die Sperrstelle bleibt stehen.

Einstimmig lehnten die Westerescher Entscheidungsträger bei ihrer jüngsten Sitzung somit den erweiterten Antrag der SPD-Fraktion im Scheeßeler Gemeinderat ab. Der hatte noch darauf abgezielt, den nach Ansicht der Sozialdemokraten rechtswidrigen Poller durch eine modernere, für Autofahrer weniger gefährliche Rampe ersetzen zu lassen.

Um das Argument zu entkräften, die Sperrstelle sei in ihrer jetzigen Form nicht zulässig, hatte die Verwaltung eine Stellungnahme des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg eingeholt. Darin heißt es unter anderem, dass für das Objekt seinerzeit durchaus sämtliche planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden seien. Eine unverzügliche Beseitigung hätte zuwendungsrechtliche Nachteile zur Folge, da die Zweckbindungsfrist noch bis Ende 2017 bestünde. Das Herrichten einer alternativen Rampe, wie von der SPD gefordert, sei aber auch aus Sicht der Behörde vorstellbar.

Doch Gefallen fanden die Ortspolitiker an dieser Maßnahme nicht. Ebenso wenig daran, den Poller nach Ablauf der Zweckbindungsfrist aus dem Straßenbild des Wirtschaftsweges, der die L 131 mit der K 216 verbindet, ersatzlos zu beseitigen. Stattdessen plädierte das Gremium für eine Variante, wonach der Betonklotz „so belassen und im nötigen Umfang repariert und unterhalten werden soll“, wie es in der Beschlussempfehlung an einer Stelle heißt.

„Der Weg wird jetzt schon von vielen Autofahrern als Abkürzung genutzt, obwohl sie dort gar nicht fahren dürfen“, meinte Ortsratsmitglied Uwe Freye. Für den Fall, dass der Poller entfernt würde, befürchte er ein noch größeres Aufkommen an Durchgangsverkehr. Und das könne laut Eckhard Rathjen gefährlich werden. „Ich sehe dort morgens auch Schulkinder mit dem Fahrrad entlangfahren. Wenn da ein unaufmerksamer Autofahrer durchheizt, ist der erste Unfall programmiert“, befürchtet der Westerscher.

Aufgestellt worden war der Poller vor mehr als zehn Jahren – mit dem Ziel, Transporte landwirtschaftlicher Betriebe aus Westeresch und Wenkeloh zu erleichtern. Auch die Ortschaft Scheeßel sollte so entlastet werden. Für den normalen Pkw-Verkehr sollte der Verbindungsweg eigentlich tabu bleiben.

Ähnliches gilt auch für den Holzweidenweg in Jeersdorf. Für den hatte der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Scheeßel schon vor kurzem beschlossen, die dortigen Sperrstellen stehen zu lassen.

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