Besucherinnen zeigen großes Interesse am „Entscheidungs-Vortrag“ von Elke Grapentin

Dem Leben selbst die Richtung geben

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Das Organisationsteam mit Sigrid Häntzschel (v. l.), Sabine Besel, Referentin Elke Grapentin, Michaela Gerken, Renate Krabiell und Gunda Brunkhorst freute sich über ein volles Haus.

Scheeßel - Rund 60 Frauen aller Altersschichten waren am Freitagabend ins Beeke-Haus gekommen, um sich den Vortrag „Ich entscheide mich – lieber nicht!“ von Elke Grapentin anzuhören. Dazu eingeladen hatte die Initiative „Fit fürs Leben“ der Kirchengemeinde Scheeßel.

Mit dem senegalesischen Sprichwort „Wer auf allen Wegen geht, verfehlt den Weg nach Hause“ begrüßte Sabine Besel vom Organisationsteam die Gäste und die Referentin. Grapentin wohnt in Rotenburg, ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Seit 16 Jahren ist sie als selbständige Lebens- und Sozialberaterin sowie im Bereich Coaching tätig. Mit ihrem Vortrag wolle sie den Frauen Mut machen, Entscheidungen bewusst zu treffen. Denn das Dilemma, mit den Konsequenzen einer Entscheidung leben zu müssen, kenne wohl jeder, ebenso wie den Frust, Beschlüsse vor sich herzuschieben.

Das gelte es zu ändern: „Mach einen Termin mit dir selber“, insistierte Grapentin. „Machen Sie sich ein Bild von sich selbst und entscheiden Sie sich – denn das ist lebensgestaltend und führt zu Klarheit.“ Das Bewusstmachen seiner Handlungsfähigkeit führe zu Selbstbestimmtheit und einem  gutem Selbstwertgefühl. „Schließlich sind wir selbst die Autoren unseres Lebens; wir können ihm eine Richtung und Inhalt geben“, so die Ansicht der Referentin. „Es gibt kaum vollkommene Lösungen, aber allemal hilfreicher ist es, eine unvollkommene Entscheidung zu akzeptieren, bevor jemand für mich bestimmt.“

Eine angeregte Diskussion entwickelte sich unter den Gästen in der Pause über die sogenannten „Entscheidungskiller“ wie Angst vor Fehlern, Verantwortung, Ablehnung, Versagen oder Kritik. Grapentin ging anschließend näher auf die einzelnen Punkte ein und machte den Frauen Mut, diesen Ängsten bewusst mit gutem Selbstwertgefühl, selbstbestimmten Beschlüssen oder auch – wie in ihrem eigenen Fall – durch den Glauben entgegenzutreten. „Kritik ist kostenlose Beratung, und wenn ich auch bei der unangemessensten Kritik darüber nachdenke und mich für eine Richtung entscheide, finde ich einen besseren Umgang damit.“ Zu diesem Prozess gehöre auch das bewusste Nein-Sagen, mit dem gerade die ältere Generation sich oft schwer tue.

Mit der Aufforderung, zu sich selbst zu stehen, verabschiedete die Referentin schließlich die Besucherinnen.

uj

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