Partnerschaft zwischen Dorf und Bundeswehr

Bereicherung für beide Seiten

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Mit Unterschriften und Handschlag besiegelten der Ortsvorsteher Günter Bassen und Major Torsten Klinke (r.) die Freundschaft, und das sehr zur Freude der „Mutter der Kompanie“, dem Kompaniefeldwebel Robert Leonard Schröder.

Sothel/Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Ein Oktoberfest in der Lent-Kaserne in Rotenburg? Ja! Und dazu noch ein ganz besonderes, denn die Soldaten der 1. Kompanie des Jägerbataillons 91 und mehr als die Hälfte der Einwohner des Dorfes Sothel feierten am Sonnabend bei uriger und lockerer Wiesn-Atmosphäre ihre Patenschaft, die ab sofort die Zivilisten und Soldaten partnerschaftlich verbinden soll. Alle Beteiligten betonten, dass schon bei der ersten Kontaktaufnahme die Chemie zwischen den beiden Vertragspartnern gestimmt hat.

Die „Wiesn“ in der Lent-Kaserne waren Betonplatten und das große Festzelt eine gigantische Halle auf dem Kasernengelände – dennoch herrschte dort ein Ambiente wie auf dem Oktoberfest in München. Die Feuerwehr-Kapelle Lauenbrück sorgte zudem für den musikalischen Rahmen. Dabei hatte der Anlass der gemeinsamen Feier einen ernsten Hintergrund: Die Bürger aus Sothel hatten sich entschlossen, mit den Soldaten der Bundeswehr aus Rotenburg eine Patenschaft einzugehen, und das ist am Sonnabend bei bester Stimmung aller Beteiligten über die Bühne gegangen.

Der Ortsvorsteher aus Sothel, Günter Bassen, und der Einheitsführer Major Torsten Klinke tauschten unter großem Beifall der Bürger und Soldaten die unterschriebenen Urkunden als Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit aus. Zuvor hatte Bassen erklärt, dass die Sotheler den Soldaten dankbar seien, dass jene sich für Frieden und Freiheit einsetzten und dafür bis zum Äußersten gehen würden, um diese Werte zu verteidigen. „Das wollen wir wertschätzen. Liebe Familienangehörige, seien sie gewiss, dass die Soldaten bei uns gut aufgehoben sind!“, so Bassen. 

Patenschaft zwischen Sothel und Jägerbataillon 91

Die Patenschaft biete unter anderem Möglichkeit, die Bundeswehr besser zu verstehen. „Besonders liegt uns daran, Freundschaften aufzubauen und zu pflegen. Das ist eine Bereicherung für jeden von uns.“ Der Kompaniechef der „Ersten“ stellte in seiner Rede viele Gemeinsamkeiten fest und zog das Fazit: „Wir passen gut zusammen.“ Um der gemeinsamen Zeit in ein Motto zu betten, wählte Klinke den Wilhelm-Busch-Spruch: „Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk!“

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