Bepflanzung an Osterveseder Ortsdurchfahrt bringt Anlieger auf die Palme

Bäume sorgen für Zündstoff

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Die Arbeiten an der Osterveseder Ortsdurchfahrt gehen voran.

Ostervesede - Von Lars Warnecke. Unzufriedenheit machte sich am Montagabend während der Ortsratssitzung in Ostervesede breit. Dabei ging es einmal mehr um die im Bau befindliche Ortsdurchfahrt (K211) beziehungsweise um die inzwischen vom Landkreis an der Alten Dorfstraße veranlassten Baumbepflanzungen. Der Vorwurf, den die Anrainer dem Bauträger machen: Die Standorte der noch jungen Eichen seien eine reine Fehlplanung, bei der die Bürger nicht beteiligt wurden.

Exakt 1,40 Meter beträgt die Distanz der neugepflanzten Bäume zur Bordsteinkante. Für manchen Osterveseder ist das zu wenig. „Wenn in ein paar Jahren die Wurzeln die Straße wieder kaputtmachen – wer übernimmt dann die Kosten?“, fragte einer der Anwohner. Acht Bäume auf hundert Metern, das sei schon eine ganze Menge, äußerte sich ein anderer Bürger skeptisch. „Ich finde es nicht gut, dass man zwei Reihen gepflanzt hat, eine hätte vollkommen gereicht“, brachte Renate Bassen, CDU-Politikerin im Kreistag und Gemeinderat, ihren Unmut zum Ausdruck.

Ganz klar: Die Dorfbewohner sind genervt. Und Wolfgang Schiebel hatte alle Mühe, die Wogen zu glätten. „Egal, wie man Bäume anlegt, es ist immer verkehrt“, gab der Leiter der Kreis-Straßenmeisterei zu verstehen. „Unsere Aufgabe ist es, dass wir jetzt für unsere Nachkommen eine Bepflanzung herstellen, die zur Straße und ihrem nunmehr schlängeligen, lockeren Verlauf passt.“

Seinen Worten nach werde man die dazu beim Landkreis angestellten Überlegungen auch zu einem Ende bringen. Schiebel: „Es ist ein Zusammenspiel von allem, und dazu gehören die Bäume, wie wir uns das vorgestellt haben, als Teilelement zur Straßengestaltung und Verkehrsberuhigung dazu.“

Ob Eichen, Buchen oder Ulmen – verwendet worden seien Bäume, die den Straßenraum durchaus vertragen würden. „Wenn die ausgewachsen sind, leben wir ohnehin alle nicht mehr“, so der Verwaltungsmann. Eine Aussage, die für reichlich Kopfschütteln im Saal sorgte. „Das ist doch Quatsch, den wir nicht weiterdenken wollen“, meldete sich ein Bürger erzürnt zu Wort. Bestes Beispiel seien seiner Auskunft nach doch die neu gebauten Fahrradwege. „Die sind keine fünf Jahre alt, und schon jetzt drücken die Wurzeln den Asphalt hoch.“

Schiebel verwies auf ähnliche Bauprojekte an Ortsdurchfahrten. „Egal ob in Stemmen, Helvesiek oder Sottrum – nirgends gab es mit der Bepflanzung bisher Probleme. Glaubt Ihr etwa, Ihr seit die ersten, denen wir eine neue Durchfahrt bauen?“

Umfassend setzte er die Anwesenden über den Status quo der Baustelle in Kenntnis. Danach erfolge derzeit die Bepflanzung am neu geschaffenen Kreisel, gefolgt vom Aufstellen der innerörtlichen Beschilderung. „Als nächstes werden wir die fehlende letzte Asphaltschicht zwischen Kreisel und dem Einmündungsbereich Steinkampweg angehen.“ Parallel hierzu sei anvisiert, in den kommenden 14 Tagen die Einmündung Deepener Weg fertig zu stellen.

Auch im Ortsausgangsbereich Richtung Westervesede, mittlerweile wieder durchfahrbar, tue sich etwas. „Wir müssen jetzt den Kanal für das Regenrückhaltebecken bis zum Steinkampweg hochziehen“, so Schiebel. Damit Autofahrer auch während der Bauarbeiten den Bereich passieren können, werde bis Ende der Woche eine asphaltierte, winterfeste Behelfsstraße mit Ampelregelung eingerichtet. „Durch die Kathekerstraße braucht dann auf alle Fälle niemand mehr zu fahren.“

Vorgesehen sei es, dass die Ortsdurchfahrt bis Mai komplett beendet sind. „Wie weit wir kommen, hängt natürlich jetzt vom Winterwetter ab“, so der Straßenmeisterei-Chef. Er sei jedoch zuversichtlich, dass das für Frühjahr angepeilte Ziel auch eingehalten werden könne.

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