Von „Bella Clara“ bis „Altes Land“: Diese Bücher lesen die Scheeßeler aktuell am liebsten

Lektüre, leicht und leidenschaftlich

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Das Büchereiteam Sabine Scheer (r.) und Edeltraut Riepshoff inmitten ihres großen Angebots.

Scheeßel - Bei vielen Menschen stapeln sich Bücher auch außerhalb der Ferien auf dem Nachtschrank. Andere haben eher jetzt im Sommer auf dem Balkon, im Garten, am See oder an der Küste ein Buch in greifbarer Nähe. Doch was lesen die Scheeßeler eigentlich? Welche Schmöker stehen aktuell bei ihnen hoch im Kurs? Sabine Scheer, Leiterin der Gemeindebücherei, und ihre Kollegin Edeltraut Riepshoff geben Auskunft.

„Wie immer ist im Sommer und gerade in den Ferien besonders leichte Lektüre gefragt“, erklärt Scheer. Nach wie vor gehörten die Romane von Dora Heldt zu den Rennern, aber auch die Familien-Trilogie von Petra Durst-Benning mit den Titeln „Solang die Welt noch schläft“, „Die Champagnerkönigin“ und „Bella Clara“, die über mehrere Generationen hinweg den Lebenslauf von drei Freundinnen schildert, zähle unter der Kundschaft zu den Favoriten.

Wer es lieber spannend, aufregend oder mystisch mag, greife gern zu angesagten Krimis wie „Kalte Fährte“ von Susanne Mischke oder zu den nach wie vor beliebten Büchern von Nele Neuhaus. „Außerdem sind die Krimis von Voosen/Danielsson ständig unterwegs“, berichten die beiden Bücherei-Damen.

Bei den Hörbüchern stünden ihrer Auskunft nach „Der Schneeleopard“ von Tess Gerritsen und der Spiegel-Bestseller-Dauerbrenner „Altes Land“ von Dörte Hansen hoch im Kurs. Die jüngeren Nutzer würden auf das im Mai stark aufgestockte CD-Angebot im Bereich Rock und Pop positiv reagieren. Alben von den Foo Fighters, Casper, Gregor Meyle oder Revolverheld seien besonders nachgefragt.

Den Weg zum Buch aufzeigen verstehen Scheer und Riepshoff dabei als Aufgabe, wenn Kinder und Jugendliche in die Bücherei kommen. „Das passiert ganz nebenbei, denn bei einem ansprechenden Angebot gibt es dann nicht nur das Handy, sondern man greift sich ein Buch, setzt sich auf unser Podest und gönnt sich eine kleine Auszeit“, hat Edeltraut Riepshoff beobachtet.

Bei den Schulkindern gäbe es eigentlich keine neuen Trends – nach wie vor stünden „Die drei Fragezeichen“ (bei den Jungs) und „Die drei Ausrufezeichen“ (bei den Mädchen) hoch im Kurs, und bei den Kindergarten-Kids wären besonders Vorlesegeschichten gefragt.

Regine Wegner ist Stammkundin in der Gemeindebücherei. „Für den Nachmittag habe ich mir den Lokalkolorit-Krimi ,Der Brenner und der liebe Gott‘ von Wolf Haas ausgeliehen, und abends lese ich die Lebensgeschichte ,Ich bin Malala‘ der afghanischen Nobel-Preisträgerin Malala Yousafzai.“ Ansonsten liest sie gerne Schweden-Krimis – sowie wie die von Voosen und Danielsson.

Umso mehr freut sich die Scheeßelerin auf das nächste Krimi-Dinner am 9. Oktober im Scheeßeler Meyerhof, für das der Büchereiförderverein das Hamburger Bestseller Autorenduo („Später Frost“) gewinnen konnte.

uj

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