Bauleitplanung

Behrens-Erweiterung: Ortsrat unterstützt Expansionspläne des Abbendorfer Bauunternehmens

Schon jetzt nutzt die Baufirma einen Teil des Plangebietes für ihre Belange. Die Zufahrt zur Erweiterungsfläche erfolgt weiterhin über die Hesedorfer Straße.
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Schon jetzt nutzt die Baufirma einen Teil des Plangebietes für ihre Belange. Die Zufahrt zur Erweiterungsfläche erfolgt weiterhin über die Hesedorfer Straße.

Abbendorf – Die Baubranche boomt. Davon profitiert auch die Firma R. Behrens und Sohn mit Sitz in Abbendorf. Die Geschäfte des Hoch- und Tiefbauunternehmens, immerhin schon seit mehr als 120 Jahren am Markt, laufen prächtig. Rund 20 Mitarbeiter zählen aktuell zum Team, Tendenz steigend. Um im Wettbewerb bestehen zu können, will der Familienbetrieb sein Gelände an der Hesedorfer Straße nun erweitern.

Gut einen halben Hektar groß ist die Fläche, die dafür infrage kommt. Auf der grünen Wiese, der sich ein kleiner Waldbestand anschließt, sollen weitere gewerbliche Anlagen entstehen. Dazu gibt es einen Bebauungsplan, für den der Orts- und der Gemeinderat schon 2016 einen Aufstellungsbeschluss gefasst hatten. „Ja, es ist schon eine ganze Zeit her“, befand denn auch der stellvertretende Ortsbürgermeister Hermann Hilken (CDU) am Montagabend in einer Sitzung des Ortsrats Hetzwege-Abbendorf, in der sich die Mitglieder den Planentwurf mit dem Namen „Gewerbegebiet Hesedorfer Straße II“ erneut zur Brust nahmen. Geht es doch im nächsten Verfahrensschritt nun darum, nach Abschluss der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung, den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss „einzutüten“.

Wann ist ein Wald ein Wald?

Dazu war Lutz Richter von der Planungsgemeinschaft Nord (PGN) zugegen, um über die Merkmale des B-Plans und dessen textliche Festsetzungen zu informieren. Aus der Öffentlichkeit selbst, erläuterte der Stadtplaner, seien zum Vorhaben keine Stellungnahmen eingegangen, wohl aber von deren Trägern. So habe der Landkreis beispielsweise darauf hingewiesen, dass es sich bei dem benachbarten, östlich gelegenen Gehölzbestand, obwohl nur von geringer Größe, per Definition tatsächlich um einen Wald im Sinne des niedersächsischen Waldlandesgesetzes handele und der unbedingt zu erhalten sei. „Normalerweise gilt hier beim Abstand der baulichen Anlagen ein Richtwert von 35 Metern – in diesem Fall kann das aber ausnahmsweise unterschritten werden“, informierte Richter. Ab wann denn Bäume überhaupt als Wald deklariert würden, wollte Hilken, der in Vertretung des verhinderten Ortsbürgermeisters Reinhard Frick die Sitzung leitete, wissen. „Da reichen schon zwei Reihen aus, wenn die die 1 000 Quadratmeter überschreiten und nicht eingezäunt sind“, erwiderte der Planer, der unter anderem auch darauf zu sprechen kam, dass für die Flächenüberplanung, die immerhin einen Eingriff in die Natur darstelle, unbedingt eine Kompensation zu leisten sei. Anvisiert sei dafür ein Flurstück in Elsdorf.

Beratungsbedarf sah das Gremium nach der Vorstellung nicht. Die Beschlussempfehlung traf der Ortsrat einstimmig – und spielte damit den Ball weiter an den gemeindlichen Bau- und Planungsausschuss. Der wird Mitte Juni das nächste Mal tagen und sich den Erweiterungsplänen annehmen.

So soll es nach Wunsch des Ortsrates aussehen, das neue Stelen-Ensemble auf dem Hetzweger Friedhof.

Spontan auf die Agenda setzten die Politiker ein Thema, das ihrer Ansicht nach keinen Aufschub mehr verlangen dürfe – und zwar der Aufbau einer weiteren Stele für die Urnengrabanlage auf dem Hetzweger Friedhof. An der Bestehenden, hieß es, sei inzwischen für weitere Namen nämlich schlichtweg kein Platz mehr. Vier Vorschläge, wie ein Gedenkpfeiler aussehen könnte, waren dem Gremium schon vom Steinmetz unterbreitet worden. Eine dreiteilige Stele mit Inschrift hat sich als Favorit herauskristallisiert – nur wie teuer die dem Ortsrat zu stehen kommt, war zum Zeitpunkt der Sitzung noch gar nicht klar. Man verständigte sich darauf, das Projekt nur dann umzusetzen, sollte der selbstgesetzte Kostenrahmen nicht gesprengt werden. Sprich: Eine Preissteigerung von mehr als 50 Prozent zu der bereits errichteten Stele käme für die Entscheidungsträger nicht infrage. Auch dieser Beschluss fiel ganz und gar einvernehmlich.

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